VfL Bochum: Turbulente Anfangsphase, Rückstand gedreht
Der VfL Bochum hat mit dem 4:2-Sieg in Aue den ersten Auswärtsdreier der Saison gefeiert.
Vier Tore nach 14 Minuten
Dabei erwischten die Bochumer einen Auftakt nach Maß. Nach nur zwei Minuten erzielte Johannes Wurtz die frühe Führung für den VfL. Doch diese hielt nicht lange. Nur drei Minuten später sorgte Pascal Köpke für den Ausgleich (5.). Auch danach beruhigte sich die Partie nicht, denn Aue drehte das Spiel in Person von Skarlatidis zu seinen Gunsten (12.). Doch auch der VfL hatte darauf prompt eine Antwort. Thomas Eisfeld sorgte sehenswert für das 2:2 (14.). Damit ging es auch in die Halbzeit, aus der der VfL viel besser rauskam. Die zweite Hälfte gehörte fast nur den Bochumern, beste Chancen wurden dabei aber ausgelassen, um das Spiel schon früh zu entscheiden.
So mussten die rund 150 mitgereisten Bochumer Fans bis zur 70. Minute warten, ehe sie das erste Profitor von Jan Gyamerah bejubeln durften (70.). Den Schlusspunkt einer wieder einmal spektakulären Partie mit Bochumer Beteiligung setzte Peniel Mlapa in der letzten Minute und stellte so das 4:2-Endergebnis her.
Verletzung von Stöger trübt Stimmung
Trotz des Sieges war die Stimmung im VfL-Lager nach Abpfiff aber nicht ausgelassen. Kurz vor der Partie erfuhren die Mannschaft und Trainer Gertjan Verbeek, dass sich Neuzugang Kevin Stöger einen Kreuzbandriss zugezogen hat und der Mannschaft mindestens sechs Monate fehlen wird. Ihr Bedauern darüber brachten die VfL-Akteure auch in ihren Statements nach der Partie zum Ausdruck. „Kevin Stöger hat sich schwer verletzt, daher möchte ich ihm auch erst einmal gute Besserung wünschen. Was das Spiel betrifft, sind wir super in die Partie gekommen. Dann fangen wir uns nach Standardsituationen zwei Eier. Da müssen wir viel besser verteidigen. Wir haben dann wieder gezeigt welche Moral in uns steckt und sind zurückgekommen. Im zweiten Durchgang waren wir klar feldüberlegen und gehen hier als verdienter Sieger vom Feld“, lautete das erste Statement von Kapitän Felix Bastians.
Trotz der Verletzungsrückschläge, auch Verteidiger Stefano Celozzi musste gegen Aue ausgewechselt werden und wird dem Team nach Aussage Verbeeks bis zu vier Wochen fehlen, kann der VfL mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause gehen. Der erste Auswärtsdreier ist eingetütet und die Mannschaft scheint immer eingespielter. Zudem kann Verbeek auch auf die Qualität in der Breite zurückgreifen, sodass die derzeitigen Verletzungen bisher ordentlich kompensiert werden konnten. Mit etwas Glück kehrt der eine oder andere Akteur in der Pause zurück in den Kader, sodass sich wieder andere Möglichkeiten ergeben. Nach der Länderspielpause empfängt der VfL den SV Sandhausen, wo die Bochumer an die Leistung in Aue anknüpfen wollen.