VfL Bochum: Zuhause sieglos, aber ungeschlagen
Auch im fünften Anlauf konnte der VfL nicht den ersten Heimsieg einfahren, dennoch blieb man im heimischen Ruhrstadion ungeschlagen. Gegen den 1.FC Nürnberg sprang ein 1:1-Unentschieden heraus – das fünfte 1:1 im fünften Heimspiel – Rekord. Michael Gregoritsch brachte den VfL mit einem Traumtor in Führung (43.), Jakub Sylvester glich nach der Pause aus (56.). Ein Unentschieden, dass nach Betrachtung des Spielverlaufs zu wenig ist, denn sowohl Gregoritsch, als auch Sestak hätten den Siegtreffer erzielen müssen. Beide verzogen frei vor dem Nürnberger Kasten aber kläglich.
Probleme im Spielaufbau
Peter Neururer überraschte zu Spielbeginn mit Youngster Onur Bulut (Saisondebüt) auf der rechten Abwehrseite, der Deutsch-Türke ersetzte Tobias Weis. Zu Beginn des Spiels lief wenig zusammen, viele intensive Zweikämpfe verhinderten schnelles Offensivspiel schon im Ansatz, gerade im Mittelfeld gingen beide Teams engagiert zu Werke. Die ersten Möglichkeiten hatte der VfL zu verzeichnen, dann aber kam der Club besser ins Spiel und zu ersten kleineren Torannäherungen. Es entwickelte sich ein gutes Zweitligaspiel, Sylvestr vergab in Rücklage die Nürnberger Führung, auch Danny Latza scheiterte frei vor Patrick Rakovsky. Ein gut ausgeführter Freistoß von Tasaka brachte dann die Führung: Gregoritsch stand links im Strafraum völlig frei und vollendete direkt zur 1:0-Pausenführung. Die Führung war trotz vieler Aufbaufehler des VfL verdient. Viele gefährliche Rückpässe wurden gespielt, insbesondere Malcolm Cacutalua wirkte nicht immer sattelfest. Die Abschläge von Andreas Luthe landeten meist bei Spielern des 1.FC Nürnberg – ein Verhalten, dass im zweiten Durchgang nach gleichen Muster durch Sylvestr bestraft wurde. Der am Ende druckmachende VfL Bochum vergab zwei Hochkaräter und viele weitere gute Möglichkeiten kläglich und musste sich am Ende mit einem Unentschieden anfreunden, dass sich eher nach zwei verlorenen Punkten, als nach einem gewonnenen Punkt anfühlt.
Duo vor Comeback – Erster Heimsieg gegen Darmstadt 98?
Während der Länderspielpause werden beim VfL Bochum zwei festgesetzte Akteure zurückkehren. Jan Simunek und Stefano Celozzi haben ihre Verletzungen weitestgehend überwunden und werden im Laufe der Woche wohl ins Mannschaftstraining zurückkehren. Sollten sich die Nationalspieler Fabian Holthaus, Stanislav Sestak, Michael Gregoritsch und eventuell Malcolm Cacutalua (auf Abruf nominiert) nicht während der Länderspielreise verletzen, oder etwas im Training passieren, dürfte der VfL in Bestbesetzung gegen Darmstadt 98 antreten. Gegen den Aufsteiger, der nach dem 1:4 gegen Düsseldorf aber erstmal auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt zu sein scheint, soll dann der erste Heimdreier her.