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VfL verkauft sich trotz Pokal-Aus teuer: "Nehmen diesen Schwung auf jeden Fall mit"

Dass es nicht einfach werden würde, war klar. Doch am Ende schied der VfL Osnabrück erhobenen Hauptes mit 2:3 gegen Vorjahresfinalist RB Leipzig aus. Das sah auch Coach Daniel Thioune so, der seiner Mannschaft ein Lob aussprach – um dann den Blick auf die kommenden Aufgaben zu richten.

Leipziger Qualität macht den Unterschied

Als Marcel Sabitzer in der 7. Minute einen Abpraller zum 0:1 aus Sicht des VfL Osnabrück verwandelte, schien es kurz, als würde die Partie zwischen RB Leipzig und dem Zweitligisten zu einer sehr klaren Angelegenheit werden. Doch der Underdog schlug umgehend zurück: Auf Vorlage von Blacha erzielte Amenyido den postwendenden Ausgleich (9.) und machte damit klar: Aufgeben würde der sich der Drittliga-Meister der vergangenen Saison so schnell nicht.

"Wir haben sofort eine Reaktion gezeigt. Dann war es ein bisschen offener", rekapitulierte Trainer Daniel Thioune auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Seine Mannschaft hielt aus kämpferischer Sicht mit, wenngleich der Coach einschränkte: "Wobei wir natürlich gesehen haben, dass die Qualität höher war." Die war es auch, die noch vor der Pause zu einem Doppelschlag durch die Leipziger führte: Klostermann traf in der 29. Minute ebenfalls nach einem Abpraller zum 1:2, bevor Sabitzer das 1:3 oben drauf legte (31.).

VfL mit "Intensität, Mut und Leidenschaft"

"Da hat wahrscheinlich der ein oder andere gedacht, wir knicken ein und sind weg", so Thioune, dessen Elf weiter versuchte, den Favoriten in Bedrängnis zu bringen: "Meine Mannschaft hat mit jeder Minute mehr Gas gegeben, hat daran geglaubt, dass sie es noch schaffen kann." Mit Erfolg: Alvarez verwandelte einen Handelfmeter zum 2:3 und leitete so eine spannende Schlussphase ein (74.). Das machte sich auch auf den Rängen bemerkbar: "Wir waren nochmal dran, das Stadion war da, es war brutal. Ich hab schon viel erlebt, aber das war heute wieder riesengroß, was die abgeliefert haben", freute sich der Trainer über die Unterstützung der Fans. Am Ende schaffte der Zweitligist die Überraschung nicht mehr – hatte sich aber teuer verkauft: "Ich hab gesagt: Die Intensität wird hoch sein beim VfL, Mut, Leidenschaft. Die war gegeben, dementsprechend lobe ich meine Mannschaft dafür heute. Wir nehmen diesen Schwung auf jeden Fall mit", erklärte Thioune. In der Liga soll dann aber auch das Ergebnis wieder stimmen: "Aber das erwarte ich natürlich auch am nächsten Montag gegen Darmstadt, und da wollen wir auf Punkte gehen."

Das sah auch David Blacha am ARD-Mikrofon so, der sich direkt nach Abpfiff noch nicht so richtig über die gute Leistung freuen konnte. "Natürlich ist es als Fußballer das Schlimmste was es gibt: Wenn man mit leeren Händen vom Platz geht. Und das überwiegt im Moment ein bisschen", so Blacha: "Klar ist man stolz auf die Mannschaft, was wir heute geleistet haben. Nichtsdestotrotz haben wir das Spiel verloren. Und davon können wir uns nichts kaufen."