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"Völlig egal, wie der Gegner heißt": Thioune will wieder 100 Prozent sehen

© IMAGO / Joachim Sielski

In Hannover verspielte der Hamburger SV einen sicheren Sieg, davor punkteten die Elbstädter jeweils dreifach gegen die Aufstiegs-Konkurrenz. Wie präsentiert sich die Elf von Cheftrainer Daniel Thioune jetzt gegen Darmstadt? Vom Tabellenplatz des Gegners will sich der Coach jedenfalls nicht blenden lassen. Mit der allgemeinen Situation der Liga will sich der HSV erst nach der Partie beschäftigen.

Zweiwöchige Pause für HSV fix

Am Freitag (18:30 Uhr) hat der Hamburger SV den SV Darmstadt 98 vor der Brust. Danach würden Duelle mit Sandhausen und Karlsruhe folgen, doch mindestens die Partie mit dem SVS wurde aufgrund des Infektionsgeschehens verlegt. Die Begegnung mit dem KSC würde am 20. April stattfinden – bis dahin gilt jedoch auch die häusliche Quarantäne der Badener. "Wir waren froh darüber, dass das Quarantäne-Trainingslager erst einmal nicht kommt, da ich viel lieber in meinem Bett schlafe als in einem fremden, und auch nicht so lange von meiner Familie getrennt sein möchte. So geht’s vielen Menschen", berichtet HSV-Coach Thioune über die Entscheidung der Deutschen Fußball-Liga, dass eine 14-tägige Isolierung der Vereine erst einmal vom Tisch ist. Nicht nur die neue Entwicklung – die zum Zeitpunkt von Thiounes PK-Aussagen noch nicht endgültig feststand – lässt den Fußballlehrer Vorsicht walten: "Wir müssen sehr sensibel damit sein. Ich habe immer betont, dass es ein Privileg für uns ist, spielen zu dürfen. In erster Linie steht die Gesundheit über allem."

Dem HSV steht demnach zumindest eine einwöchige Pause bevor, obwohl die Elbstädter selbst nicht vom Infektionsgeschehen betroffen ist. Der Fall bei Stürmer Simon Terodde wurde frühzeitig erkannt, beim Remis in Hannover war der Torjäger bereits zurück. Auch gegen die Lilien ist der 20-fache Torschütze einsatzbereit – was auch für alle anderen Akteure gilt, mit Ausnahme von Toni Leistner (Aufbautraining) und Amadou Onana (Gelbsperre). Somit auch U21-Nationalspieler Josha Vagnoman, der gegen Hannover zuletzt mit Krämpfen kämpfte.

"Nur darauf konzentrieren"

Nun kommt also Darmstadt. "Das ist unser tägliches Brot. Wir müssen zusehen, dass wir uns nur darauf konzentrieren", stellte Thioune den Fokus auf das kommende Spiel ein. In der Hinrunde beendete der HSV eine kleine Durststrecke bei den Lilien. "Das ist nun ein bisschen das Spiegelbild auf der anderen Seite", blickte der HSV-Coach auf den Werdegang beider Mannschaften seither zurück. Die Ergebnisse der Darmstädter schwankten zuletzt. Thioune beobachtete die Ideen von SVD-Pendant Markus Anfang genau: "So war es in den letzten Wochen oft so, dass die Mannschaft sehr gut gespielt hat, aber sich die Ergebnisse nicht eingestellt haben."

So rechnet Thioune auch mit bissigen Lilien, denn "sie müssen sicherlich noch einige Punkte einsammeln, um die nächsten Wochen in ruhigeres Fahrwasser zu kommen". Zähler beim HSV zu ergattern gilt vermutlich als Bonbon. Dass der Gegner dabei aus der unteren Tabellenregion, vielleicht sogar direkt aus dem Abstiegskampf kommt, spielt für Thioune spätestens seit der Würzburg-Niederlage keine Rolle mehr: "Wenn man gegen den 18. verloren hat, dann darf man den Finger heben bei dieser Aussage. In jeder Partie muss man bei 100 Prozent sein. Da ist es völlig egal, wie der Gegner heißt." Deswegen will der HSV-Coach das beeinflussen, was er kann: Die Perfomance auf dem Platz.