Vorbereitung: RB Leipzig bisher mit weißer Weste
Mit einem Testspiel gegen den VfB Zwenkau startete RB Leipzig in die Saison 2014/15. Beim Duell des Zweit- gegen den Siebtligisten war das sportliche Kräftemessen nur Nebensache, der gute Zweck stand im Vordergrund. So kamen die gesamten Einnahmen des Spiels einer Zwenkauerin zugute, die seit einem Autounfall im vergangen Dezember schwer verletzt ist. Fußball gespielt wurde dennoch: Das erste RBL-Tor der noch jungen Saison gelang Außenverteidiger Teigl nach einer Viertelstunde. Abwehrchef Hoheneder (33.) und Kapitän Frahn (39.) erhöhten noch vor der Pause auf 3:0. In der zweiten Halbzeit trafen Prevljak (70.), Poulsen (77.), Luge (79.) und Palacios (83.) zum standesgemäßen 7:0-Endstand. „In unser Spiel muss noch viel mehr Zug“, kommentierte Trainer Zorniger den ersten Auftritt seiner Mannschaft nach der knapp sechswöchigen Sommerpause.
Torhunger statt schweren Beinen
Im Rahmen eines Lauftrainingslagers im brandenburgischen Neuruppin trafen die Roten Bullen auf den örtlichen MSV. Von schweren Beinen auf Seiten der Leipziger war nichts zu spüren. Die Rasenballsportler überrollten den überforderten Sechstligisten nach 90 Minuten mit 11:0 (3:0). Während in der ersten Halbzeit die Neuzugänge Hierländer (von RB Salzburg) (4.) und Prevljak (eigene U19) (29./39.) einnetzten, wurden die zweiten 45 Minuten zur „Daniel-Frahn-Show“. Der Stürmer traf insgesamt fünf Mal (46./50./68./77./89.) Die weiteren Treffer erzielten Strauß (48.), Poulsen (69.) und Morys (79.). Leipzigs Übungsleiter lobte das „ständig hohe Tempo“ seines Teams und forderte gleichzeitig, dass es „die nächsten Wochen so weitergehen muss.“
„Wir waren aggressiv und richtig gut in der Balleroberung“
Nach dem Schützenfest gegen Neuruppin gewannen die Rasenballsportler gegen den Regionalligisten TSV Havelse mit 4:0 (0:0). Für die Leipziger Tore sorgten Palacios (56.), Prevljak (61.), Morys (82.) und Thomalla (90./FE). In den ersten 45 Minuten taten sich die Roten Bullen gegen den Viertligisten schwer, Chancen zu kreieren. Obwohl RB Leipzig das Lauftrainingslager merklich in den Knochen steckte, legte der Zweitligist nach der Pause einen Zahn zu und belohnte sich folgerichtig mit vier Treffern. Trainer Zorniger sah seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit „aggressiv und richtig gut in der Balleroberung.“
Keine Gastgeschenke für den Geburtshelfer
Als der SSV Markranstädt vor fünf Jahren sein Spielrecht an die Leipziger abtrat, sicherten die Messestädter ihrem Geburtshelfer im Gegenzug unter anderem jährlich ein Testspiel zu. Und so gastierten die Rasenballsportler auch dieses Jahr bei den Randleipzigern. In der ersten Halbzeit war der Oberligist die bessere Mannschaft, scheiterte am Leipziger Torwart und der Latte. Nach der Pause wurde der Zweitligist seiner Favoritenrolle gerecht. Zunächst traf Tim Sebastian nach einer Ecke zur Führung (54.), den 2:0-Endstand besorgte Matthias Morys (67).
Trainingslager und zwei Highlights für den Feinschliff
4 Spiele, 4 Siege, 24:0 Tore. Die erste Testspielphase hat der frischgebackene Zweitligist mit Bravour gemeistert. Zwar trafen die Messestädter ausschließlich auf unterklassige Gegner, aber die Eckpfeiler des Leipziger Spiels wie Pressing und das direkte Spiel in die Tiefe sind schon in der früher Vorbereitungsphase zu erkennen. Zu tun gibt es für Trainer Zorniger dennoch genug. Vor allem an der Integration der Neuzugänge muss der Coach arbeiten. So gab der gebürtige Schwabe zu Protokoll, dass bei Rani Khedira die Umstellung vom Ballbesitzfußball in Stuttgart zur Leipziger Philosophie enorm sei und der Bruder von Sami Khedira noch viel lernen müsse. Mit Neuzugang Terrence Boyd im Gepäck reisen die Sachsen am Sonntag nach Österreich ins Trainingslager. Hier will Zorniger seinem Team den Feinschliff für die Zweitligasaison verpassen. Der Ernstfall wird gegen namhafte Gegner wie Queens Park Rangers, FC Getafe und Paris Saint Germain getestet. Dann dürfte auch die weiße Weste Flecken bekommen.
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