Wahnsinn in der Nachspielzeit: Dresden mit Pokalaus

Mit der Konstellation 2. Bundesliga gegen Regionalliga West war die Favoritenrolle klar verteilt. Doch das spielte am Ende der Verlängerung keine Rolle mehr: In einem Herzschlagfinale unterlag die SG Dynamo Dresden dem SV Rödingshausen mit 2:3.
Spannende erste Hälfte
Es war ein offener Schlagabtausch – schon in der ersten Hälfte. Die SG Dynamo Dresden ging als Vertreter der zweithöchsten deutschen Spielklasse als klarer Favorit gegen den SV Rödinghausen, seines Zeichens Regionalligist in der Staffel West, in die Partie. Und in der 11. Minute sah es auch danach aus, als würden die Dresdener das Spiel erwartungsgemäß dominieren: Duljevic verwandelte zum 1:0, Minuten später hatte Röser sogar die große Chance zum 2:0 auf dem Kopf, vergab allerdings. Und der Außenseiter schlug zurück: In der 20. Minute verwandelte Rödinghausens Meyer eine Gelegenheit zum Ausgleich. Der nächste Treffer ließ nicht lange auf sich warten – per Aufsetzer brachte Aosman die Dresdener wieder in Führung. Die hatte allerdings auch keinen Bestand: Kurz vor der Pause glich der Regionalligist durch Engelmann wieder aus.
Rödinghausen-Treffer in allerletzter Sekunde
Die zweite Hälfte bot, ganz im Gegensatz zum ersten Durchgang, wenige Torchancen auf beiden Seiten. Bemerkenswert war jedoch, wie wenig sich der Klassenunterschied auf dem Spiel abzeichnete: Rödinghausen hielt mutig dagegen. Erst in der 80. Minute traf Dresden durch Koné – doch Schiedsrichter Florian Heft gab den Treffer aufgrund eines Röser-Fouls nicht. So viel der letzte Treffer der Partie erst ganz am Ende des Spiels – allerdings für den SV Rödinghausen! In der dritten Minute der Nachspielzeit am Ende der Verlängerung konnte Dynamo-Keeper Schubert eine Ecke nur unzureichend klären, Hippe kam zum Nachschuss – 2:3! Der Endstand, und damit das Pokalaus für Dynamo Dresden.