"Wieder die Basics beherzigen": HSV will in Paderborn die Wende

Nach zuletzt drei sieglosen Partien sowie einer 0:4-Klatsche im DFB-Pokal möchte der Hamburger SV die Wende. Ausgerechnet während dieser kleinen Talfahrt wartet auf den Tabellendritten der einen Platz vor ihnen platzierte SC Paderborn. Nachdem die Hanseaten in den vergangenen Wochen arg verkopft wirkten, forderte HSV-Coach Tim Walter eine Rückkehr zur Einfachheit.

"Einfach konsequent, konsequent einfach"

Vor genau einem Monat sah die Situation beim Hamburger SV mehr als entspannt aus: Nach dem 2:1-Sieg im Nordduell gegen Hannover belegte man souverän den ersten Rang und hatte fünf Punkte Vorsprung auf Rang 3, wo der SC Paderborn lag. Nun wo es zum Duell der beiden kommt, hat sich das Blatt gewendet. Mit einer Niederlage in Ostwestfalen müsste der HSV den SCP endgültig ziehen lassen und gilt derzeit als Verfolger. "Nach unseren letzten Spielen und Ergebnissen kommt es darauf an, wieder die Basics zu beherzigen", forderte Coach Tim Walter auf der Pressekonferenz vor dem Topspiel am Sonntag.

Die Talfahrt des Hamburger SV fand am vergangenen Woche bei der 2:3-Heimpleite gegen Aufsteiger Magdeburg einen neuen kleinen Tiefpunkt. Zu verschnörkelt und verkopft erschien das Hamburger Spiel zuletzt. Entsprechend müsse die Mannschaft "alles etwas vereinfachen, dafür aber konsequenter sein." Da der HSV in jedem Spiel als "Favorit" agiere, brauche er, so Walter, "die Konsequenz". Die Marschroute fasste er also entsprechend einprägsam zusammen: "Wir müssen einfach konsequent sein – und konsequent einfach."

Glatzel voll belastbar

Vor allem die Defensive wackelte bei den Hanseaten in den letzten drei Pflichtspielen bedenklich: Zehn Gegentreffer musste Keeper Daniel Heuer Fernandes schlucken. Entsprechend wollte Walter auch weniger auf den kommenden Gegner, sondern lieber sich selber, blicken. "Wir schauen auf uns, wir müssen uns wieder verbessern, wieder besser verteidigen und gegenseitig unsere Fehler ausmerzen." Dies sei in letzter Zeit zu kurz gekommen. Hoffnungslos erschien der Übungsleiter dennoch nicht. "Das Vertrauen in uns und unser Spiel ist absolut da, denn wir erspielen uns zuhauf Torchancen, müssen diese aber besser nutzen", mahnte er.

Entsprechend passend kommt es, dass der Trainer nun wieder uneingeschränkt auf Top-Torjäger Robert Glatzel zurückgreifen kann. Dieser werde "nach seinen Rückenproblemen bis zum Sonntag wieder bei 100 Prozent sein." Ausfallen werden Bakery Jatta, Moritz Heyer (beide Außenbandriss Sprunggelenk), Elijah Krahn, Tom Mickel (beide Innenband), Omar Megeed (Mittelfußbruch), Tim Leibold (Muskelfaserriss), Ogechika Heil (Fußverletzung) sowie der gesperrte Kapitän und Ex-Paderborner Sebastian Schonlau. Trotzdem wird noch genügend Qualität im HSV-Kader vorhanden sein. "Wenn wir das auf die Platte bringen, dann können wir gegen Paderborn gewinnen", war sich Walter sicher. Die schnelle Wende kann also kommen.

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