Wieder Schiedsrichter-Ärger beim FCM: "Das ist eine Katastrophe"

Wann fährt der 1. FC Magdeburg seinen ersten Saisonsieg ein? Gegen den FC Ingolstadt war die Elf von Trainer Jens Härtel lange am Drücker, musste sich am Ende aber mit einer Punkteteilung arrangieren. Auch die Schiedsrichterleistung sorgte beim Aufsteiger für Unmut.

FCM die bessere Mannschaft

"Wir wollten den ersten Sieg und waren ganz nah dran", lautete das Urteil des Magdeburger Trainer Jens Härtel. Der Aufsteiger drückte, schnürte den FC Ingolstadt teilweise in der eigenen Hälfte ein – und doch sprang am Ende kein Dreier für die Magdeburger raus. Auch dem Schiedsrichter sprachen die Verantwortlichen des FCM eine Teilschuld zu: "Es gab ein paar Situationen, die im Nachgang nochmal diskutiert werden müssen", befand Härtel auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Sportchef Maik Franz wurde gegenüber der Volksstimme deutlicher: "Nach den Fehlentscheidungen gegen Darmstadt und jetzt gegen Ingolstadt darf sich das nicht einspielen. Das ist eine absolute Katastrophe."

Was war passiert? Zuallererst erkannte Schiedsrichter Siewer je einen Treffer von Christian Beck (3.) und Nils Butzen (12.) ab – allerdings zu Recht. Nicht korrekt hingegen war die Auslegung einer Situation in der 19. Minute: Im Ingolstäder Strafraum traf Benedikt Gimber den FCM-Angreifer Beck mit dem Ellenbogen ins Gesicht. Siewer ließ weiterspielen, "klarer Elfmeter" fand Franz. Kurz vor der Pause dann der Knackpunkt: Nachdem der FCM durch Erdmann (29.) in Führung gegangen war, entschied Siewer auf einen diskussionswürdigen Freistoß für Ingolstadt. Sonny Kittel trat an und versenkte den Ball im Tor – zwei Schanzer nahmen dabei jedoch Keeper Fejzic in Abseitsposition die Sicht. Ein Treffer, der nicht hätte zählen dürfen, es aber dennoch tat: "Der erste Schuss war dann auch drin. Aus einer Freistoßsituation, die aus meiner Sicht keine war", ärgerte sich Trainer Härtel: "Dann ist es diskussionswürdig, ob die Spieler, die im Abseits standen, dem Torwart die Sicht genommen haben. Dann gehen wir mit einem ganz bitteren 1:1 in die Pause, niedergeschlagen und frustriert.“

Schiedsrichter hat Partie nicht im Griff

Zuvor kam es allerdings noch zu einer Rudelbildung: Björn Rother foulte Thorsten Röcher, woraufhin dessen Mannschaftskollege Stefan Kutschke den Magdeburger zu Boden stieß. Nach eigener Aussage wurde Rother danach noch von Gimber in den Rücken gekniffen: "Mein Rücken ist grün und blau. Er hat zugepackt, das ist ganz klar Rot. Es war eine Fehlentscheidung, alle auf dem Platz zu lassen." Doch auch Rother selbst trat nochmal nach Gimber – der Unparteiische reagierte nicht.

In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel zusehends. Der FCM attackierte weiter, Ingolstadt verteidigte, Tore fielen keine mehr: "Was uns in der zweiten Halbzeit gefehlt hat, war die Präzision. So bleibt’s bei dem Punkt, allemal besser als verloren", bilanzierte Härtel, der zumindest etwas Positives aus der Partie mitnehmen konnte: "Wir haben heute gezeigt, dass wir in der zweiten Liga konkurrenzfähig sind.“ Dennoch wartet der FCM weiterhin auf den ersten Sieg. Die nächste Gelegenheit bietet sich am nächsten Spieltag bei Holstein Kiel.

 

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