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Wiesbadener Ärger: VAR sorgt für weiteres Kuriosum

© imago images / Steffen Kuttner

Nach einem kuriosen Elfmeter für den VfL Bochum vor zwei Wochen, sorgte der Videoassistent in Dresden am Freitagabend erneut für einen Aufreger. Leidtragender war dieses Mal der SV Wehen Wiesbaden, dem zu seinen Gunsten ein regulärer Treffer aberkannt wurde.

"Ich entschuldige mich bei allen"

Beziehungsstatus: Es ist kompliziert. So könnte das Verhältnis zwischen Fußballfans und dem Videoschiedsrichter wohl beschreiben, während SVWW-Coach Rüdiger Rehm wohl eher darüber nachdenken wird, ob er mit dem VAR nicht lieber gleich Schluss machen sollte. "Ich entschuldige mich bei allen Zuschauern für ein Fußballspiel, das ab der 30. Minute keines mehr war. Was da passiert ist, hat aus meiner Sicht nichts mehr mit Fußball zu tun", erklärte der Cheftrainer der Mannschaft, die durch einen Vorteil benachteiligt wurde. Denn regelkonform war die Entscheidung – doch was war passiert?

Bei einem Dresdener Angriff ging der Ball über die Seitenaus-Linie, es hätte Abstoß für Wiesbaden geben müssen. Gab es aber nicht, der nächste Zug des Aufsteigers endete dann aber in einem Treffer durch Manuel Schäffler für die Gäste. Doch dem Videoassistenten in Köln entging der Seitenaus-Ball nicht, sodass Schiedsrichter Martin Petersen korrigierte und den fälligen Abstoß für Wiesbaden ausführen ließ – inklusive einer Zurücknahme des Treffers.

Rehm unterstützt Schiedsrichter

"Die Szene hat nichts mehr mit dem Tor zu tun. Man muss den Schiedsrichtern auch die Entscheidungsgewalt lassen. Sonst brauchen wir keine mehr und entscheiden nur noch aus Köln", beklagte Rehm nach Partie gegenüber dem "Sportbuzzer" und schimpfte darüber, dass durch diese Entscheidung ein ganzes Spiel "völlig unnötig zerstört" wurde. Dabei bricht der SVWW-Coach sogar eine Lanze für Schiedsrichter Martin Petersen: "Wir haben richtig gute Schiedsrichter, aber die werden kaputt gemacht dadurch, dass immer wieder eingegriffen und von irgendwoher irgendwas gesehen wird, was 25.000 im Stadion nicht gesehen haben."

Umso bitterer und enttäuschender sei es, die Probleme zwischen dem Videoassistent und den Betroffenen gehen in die nächste Runde. Schon vor zwei Wochen kam es in Kiel zu einem ersten Kuriosum, als ein Einwechselspieler der Hausherren den Ball beim Warmmachen innerhalb des Spielfeldes berührte – es gab Elfmeter für die Gäste aus Bochum. Diese Regel wurde aber mittlerweile angepasst, der Deutsche Fußball-Bund arbeitet an dieser Beziehung.