"Wir sind genervt": Fortuna auch im Pokal nicht konstant

Zwei Siege in Folge gab es für Fortuna Düsseldorf in dieser Saison noch nicht, sodass sich auch das Pokal-Aus in Hannover nahtlos in die Statistik einfügt. In erster Linie war es die erste Halbzeit, mit der die Beteiligten nach der 0:3-Niederlage nicht zufrieden waren. Nun liegt der Fokus auf der Liga.

Kollektiver Ärger

Von 1977 bis 1980 erreichte Fortuna Düsseldorf dreimal das DFB-Pokalfinale, holte sich zweimal den Titel. In Hannover folgte am vergangenen Mittwoch das zweite Zweitrunden-Aus in Folge. So deutlich, wie die 0:3-Niederlage beim Liga-Konkurrenten aussah, war die Partie allerdings nicht. Zwei Gegentreffer fielen, als Düsseldorf in den Schlussminuten alles nach vorne warf - ohne Erfolg. "Wir sind genervt, dass wir heute ausgeschieden sind", ärgerte sich Cheftrainer Christian Preußer nach Abpfiff, gratulierte jedoch dem Gegner fairerweise für das Weiterkommen.

"Wir haben das Spiel heute in der ersten Halbzeit verloren", legte sich Preußer fest, was auch Anklang in der Mannschaft fand. Adam Bodzek hielt stellvertretend fest: "Die erste Halbzeit war nicht gut von uns. Im Spiel mit dem Ball waren wir zu fehleranfällig, wir waren nicht genau genug und haben zu wenig Fußball gespielt." Dadurch habe man Hannover zu sehr in die Karten gespielt, was Sebastian Kerk (30.) ausnutzte. Düsseldorf sortierte sich in der Pause neu und kam verbessert zurück, doch am Ende stand trotzdem die Null bei der Fortuna.

"Wenn wir zum 1:1 kommen..."

"Wir waren in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft und hatten ein paar Möglichkeiten. Ich glaube, dass wir das Spiel gewinnen, wenn wir zum 1:1 kommen. Doch wir haben nur die Latte getroffen und mehrfach über das Tor geschossen", fasste Felix Klaus nach dem Duell mit seinem Ex-Klub zusammen. Sprechen muss der Cheftrainer aber vor allem über den ersten Durchgang. "Wir waren nicht so intensiv in der Partie wie zuletzt, waren nicht ballsicher genug und waren sehr fahrig. Wir hatten selten den Ball und wenn wir ihn hatten, dann war er schnell wieder weg", zählte Preußer die Fehler auf, die zur Niederlage führten. Es blieb somit dabei, dass den Düsseldorfern aktuell die Konstanz fehlte.

Wettbewerbsübergreifend holte das Team aus dem Rheinland erst einen Punkt nach einem siegreichen Spiel, von zwei Erfolgen in Serie scheinen die Düsseldorfer zurzeit weit entfernt. Schon in zwei Wochen gibt es ein Wiedersehen mit Hannover, dann in der heimischen Merkur-Spielarena. Vorher muss Düsseldorf allerdings nach Rostock (Sonntag, 13:30 Uhr). "Wir müssen den Fokus ab morgen voll auf Rostock legen, denn in der Liga lief es zuletzt gut und daran müssen wir anknüpfen", betonte Klaus nach Abpfiff, auch Preußer reagierte: "Es gilt, das Spiel schnell abzuhaken." Und den nächsten Anlauf für konstantere Ergebnisse zu nehmen.

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