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Zieler zu Unruhen bei 96: "Darf uns als Mannschaft nicht stören"

IMAGO / ULMER Pressebildagentur

Nach der enttäuschenden vergangenen Saison wollte Hannover 96 in dieser Saison mit vielen neuen Spielern und neuem Trainer wieder oben mitspielen. Doch in der Liga gab es bisher erst einen Punkt in zwei Spielen. Noch läuft es bei den Niedersachsen nicht rund. Nun äußerte sich Torwart und Kapitän Ron-Robert Zieler in einem Interview mit der "Bild" zur sportlichen Situation und den Unruhen im Klub.

"Auch gesehen, was möglich gewesen wäre"

"Da müssen wir differenzieren. Die ersten Ergebnisse in der Liga waren natürlich nicht das, was wir uns erhofft haben", sagte der 33-Jährige mit Blick auf den holprigen Saisonstart. Zuletzt holte das Team einen Punkt gegen den FC St. Pauli. Zum Auftakt setzte es eine 1:2-Niederlage bei Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern. "Aber man hat auch gesehen, was möglich gewesen wäre. Ich habe weiter ein gutes Gefühl, wir sind auf einem guten Weg. Dass noch nicht alles funktioniert, ist ein Stück weit normal", fügte der gebürtige Kölner und Weltmeister von 2014 an.

Von Testspielergebnissen könne man sich "nichts kaufen. Aber das gute Grundgefühl ist geblieben. Es ist eine Überzeugung in der Mannschaft, im Staff, im Umfeld. Ich komme jeden Tag gern zur Arbeit, bin zu 100 Prozent überzeugt von unserem Weg. Die Punkte werden zwangsläufig kommen", blickt der 253 malige Erst- und 58 malige Zweitligaspieler positiv in die Zukunft mit den Roten.

"Mehr können wir nicht beeinflussen"

Was Hannover bisher das Genick brach: In beiden Spielen gab es Gegentore in der Nachspielzeit, die schon drei Punkte kosteten. "Wir müssen bis zum Ende konsequent verteidigen. Aber die Sicherheit wird mit den Spielen kommen, da bin ich sicher." Ein Grund für die luftige Verteidigung könnte sein, dass viele Spieler neu kamen. Die Mannschaft müsse "noch enger zusammenwachsen und dann werden die Abläufe im neuen System noch besser. Erfolgserlebnisse tragen auch dazu bei, dass es sich festigt".

Zuletzt war viel Unruhe im Verein: Martin Kind war als Geschäftsführer abberufen worden. Nach einer vorläufigen Entscheidung des Landgerichts Hannovers darf Kind aber weitermachen. "Das Thema darf uns als Mannschaft nicht stören. Wir konzentrieren uns auf unsere sportlichen Herausforderungen – mehr können wir nicht beeinflussen", so Zieler zu den Machtkämpfen im Klub." Alles andere müssen wir ausblenden! Mit einer solchen Situation muss man als Sportler umgehen. Als Kapitän ist es auch meine Aufgabe, der Mannschaft zu vermitteln, dass wir uns weiter aufs Sportliche konzentrieren."

Und da geht es am Samstag gegen den SC Paderborn. "Paderborn hat eine sehr eingespielte und gute Mannschaft, ist in der Lage, im oberen Drittel mitzuspielen. Aber das heißt ja nicht, dass wir da nicht gewinnen können."