Nur Siege helfen Münster noch: "Im Fußball ist schon alles passiert"
Preußen Münster braucht im Auswärtsspiel bei Hannover 96 (Sonntag, 13:30 Uhr) einen Sieg, um die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu halten. Cheftrainer Alois Schwartz war sich bewusst, dass sich seine Mannschaft keinen Fehler mehr erlauben kann.
Vergleich zur letzten Saison
Seit sieben Spielen wartet Preußen Münster auf einen Sieg. Auch der Trainerwechsel von Alexander Ende zu Alois Schwartz verpufft wirkungslos, sodass die Adlerträger nun vor dem sicheren Abstieg stehen. Eine Konsequenz, die sich seit Monaten angebahnt hat, denn abgesehen von der aktuellen Erfolgslosserie verbuchte Münster seit Ende November nur noch zehn (!) Punkte in 17 Partien. Die vergangene 2:3-Niederlage gegen Arminia Bielefeld war womöglich schon der vorzeitige Tiefpunkt.
"Weil es ein Derby war, weil die Niederlage unnötig war, weil wir die Punkte gebraucht hätten. Wir haben viel Leidenschaft und Haltung auf den Platz gebracht, das Ergebnis war aber leider nicht ausreichend", fasste der Cheftrainer zusammen. Wenige Tage nach der erneuten Pleite war die Niedergeschlagenheit im Münsterland greifbar. Doch Schwartz will die Flinte nicht ins Korn werfen: "Im Fußball ist schon alles passiert, dafür müssen wir nur ein Jahr zurückblicken." Acht Punkte holte Münster vergangene Saison aus vier Spielen im Endspurt, was zum direkten Klassenerhalt führte.
Münster braucht neun Punkte
So ist für die Adlerträger klar, dass ein Sieg in Hannover her muss. "Wir dürfen jetzt nicht Hannover fahren und kopflos nach vorne rennen, dafür sind sie zu gut. Wir dürfen ebenso keine leichten Fehler machen, die werden bestraft. Auch die Power, die Hannover hat, müssen wir mitgehen", verlangte Schwartz diesbezüglich von seiner Mannschaft. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt zurzeit fünf Punkte, was bei einer erneuten Niederlage den Abstieg bedeuten könnte, wenn die Konkurrenten punkten. Auch ein Unentschieden wird zu wenig sein.
Münster braucht neun Punkte aus drei Spielen, so viel scheint sicher. Auf Oscar Vilhelmsson (muskuläre Probleme), Etienne Amenyido (Oberschenkelprobleme), Marcel Benger (Achillessehne), Mikkel Kirkeskov (Sprunggelenk) sowie Rico Preißinger (Gelbsperre) muss Schwartz auf der heiklen Mission verzichten. Auch Joshua Mees laboriert noch an muskulären Problemen, weshalb ein Fragezeichen hinter der Offensivkraft steht.