Zulassung wohl nur für 6.000 Zuschauer: Hansa prüft Klage
Der Streit zwischen dem F.C. Hansa Rostock und der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern bezüglich einer Zuschauerrückkehr ins Ostseestadion geht in die nächste Runde. Bundesweit wurde eine einheitliche Regelung mit 10.000 Fans beschlossen, doch zum Heimspiel gegen Werder Bremen sollen nur 6.000 Plätze freigegeben werden. Der Verein prüft Rechtsbeistand.
Vorstand und Aufsichtsrat entscheiden
Die Chefs der Staats- und Senatskanzleien haben sich am Mittwoch auf bundesweit einheitliche Regeln bei der Auslastung der Stadien verständigt. Bevor diese Regelung in Kraft tritt, müssen die einzelnen Bundesländer zunächst aber ihre Corona-Verordnung noch anpassen - doch wie zeitnah alles umgesetzt werden wird, scheint offen. In Mecklenburg-Vorpommern werden die Möglichkeiten wohl noch nicht vollständig ausgeschöpft.
Laut "NDR" sollen beim kommenden Heimspiel des F.C. Hansa Rostock gegen Werder Bremen (11. Februar, 18:30 Uhr) nur 6.000 Zuschauer im Ostseestadion zugelassen werden. Das entspricht einer Auslastung von rund 20 Prozent, was zumindest schon einmal eine deutliche Steigerung gegenüber den bisherigen Geisterspielen wäre. Zufriedenheit herrscht bei der Kogge deshalb aber trotzdem nicht, der Klub fühle sich klar benachteiligt - und soll die Möglichkeiten einer Klage vor dem Oberverwaltungsgericht prüfen. Am Donnerstagnachmittag wollen Vorstand und Aufsichtsrat darüber entscheiden.
Situation in anderen Bundesländern
Klar ist, dass Hansa Rostock vorerst nicht alleine darsteht. Auch für die Klubs in Niedersachsen ist zunächst keine Lockerung absehbar, sodass zum Beispiel für Hannover 96 weiterhin eine Obergrenze von 500 Zuschauern bestehen bleibt. Auch in Hamburg (derzeit maximal 2.000 Fans) oder Hessen (1.000) ist die Situation noch offen. Bekannt ist aber auch, dass beispielsweise Nordrhein-Westfalen (bisher maximal 750 Fans) die Regeln inklusive 2G-Plus-Bedingungen und Maskenpflicht schon zum kommenden Wochenende angepasst hat.