Zwischenfazit: Der VfL Bochum ist auf einem guten Weg

Nach acht Spieltagen steht der VfL Bochum mit zwölf Punkten auf einem ordentlichen siebten Rang. liga2-online.de nutzt die Länderspielpaus,e um ein erstes Zwischenfazit der bisherigen Spielzeit zu ziehen.

Vonovia Ruhrstadion wird zur Festung

Beim VfL fällt in der bisherigen Spielzeit vor allem die Heimstärke auf. In allen vier Heimspielen blieben die Bochumer ungeschlagen und konnten dabei zwei Siege, sowie zwei Unentschieden einfahren. Die Tatsache, dass dabei schon die Top-Clubs aus Stuttgart und Hannover in Bochum antraten zeigt, dass die Verbeek-Elf auch mit den Spitzenteams mithalten kann. Der niederländische Cheftrainer setzt dabei weiter auf sein bewährtes Offensivspiel, was auch von den Neuzugängen immer mehr verinnerlicht wird. Immerhin mussten die Bochumer einige Abgänge kompensieren. Die Neuzugänge kommen aber immer besser mit der Spielweise zurecht und auch die Offensivreihen machen ihre Sache ordentlich. Auf diesen Positionen war durch Abgänge wie Marco Terrazzino, Janik Haberer oder auch Simon Terodde am meisten Handlungsbedarf. Einen einzelnen Neuzugang dort herauszuheben ist schwierig, da die Bochumer in dieser Saison vor allem über das Kollektiv kommen, doch da auch Zahlen nicht lügen, zeigt sich, dass vor allem Tom Weiland ein wahrer Glücksgriff ist. Der Mittelfeldspieler, welcher bei Verbeek auf der rechten Seite zum Einsatz kommt war mit fünf Torvorlagen und einem selbst erzielten Treffer immerhin an sechs der 14 erzielten Bochumer Tore beteiligt. Eine starke Quote.

Auswärts Luft nach oben

Läuft es in den heimischen Gefilden rund, so haben die Bochumer auswärts ihre Probleme. Zwar wurde am letzten Spieltag beim 4:2 in Aue der erste Auswärtssieg geholt und damit eventuell auch dieser Bann gebrochen. Trotzdem zeigte der VfL auf fremden Plätzen noch viele Leistungsschwankungen. Vor allem die Niederlagen in Würzburg (0:2) und in Düsseldorf (0:3) waren enttäuschend. Zudem kam das nicht entschuldbare 3:4-Pokalaus in Walldorf dazu. Vor allem in Düsseldorf zeigte der VfL ein völlig anderes Gesicht als etwa in den Heimspielen. Das Positive dabei ist allerdings, dass der VfL in den Spielen nach diesen Niederlagen immer eine gute Reaktion zeigte.

Verletzungspech begleitet die Saison

Sportvorstand Christian Hochstätter hat bei den Neuzugängen ganz genau hingeschaut und darauf geachtet hauptsächlich polyvalente, vielseitig einsetzbare Spieler zu holen. Das zahlt sich jetzt auch aus, da der VfL arg vom Verletzungspech gebeutelt ist. Zuletzt hätten die nicht einsetzbaren Spieler eine eigene Mannschaft aufstellen können. Dabei kamen mit Kevin Stöger (Kreuzbandriss) und Anthony Losilla (Meniskus) zuletzt noch zwei Stammspieler hinzu. Bis dato können die Bochumer die Ausfälle aber noch kompensieren. So macht der polnische Innenverteidiger Pawel Dawidowicz seine Sache als Hoogland-Ersatz ganz ordentlich und auch Johannes Wurtz, der durch den Ausfall von Kevin Stöger einen Platz in der Startelf ergatterte, überzeugt immer mehr. Drei Tore sprechen dabei auch für seine Abschlussqualitäten.

VfL kann wieder eine gute Rolle spielen

Insgesamt können die Fans und Verantwortlichen mit den bisherigen Leistungen zufrieden sein. Entgegen einiger Befürchtungen, dass sich die Mannschaft durch die Abgänge verschlechterte, zeigt das neu geformte Team, dass auch mit ihm in dieser Saison zu rechnen ist. Faktoren wie Verletzungspech können zwar nicht beeinflusst werden, jedoch wird es für den VfL wichtig sein, die Leistungen wie gegen Stuttgart oder Hannover konstant abzurufen. Dann können die Bochumer auch bis zum Ende ein Wörtchen im Kampf um die oberen Tabellenplätze mitreden.

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