Zwischenfazit Heidenheim: Dank Konterstärke zurück auf die Siegesstraße

Nach der Länderspielpause ist vor der Länderspielpause. So setzte das Fußballunterhaus bereits zum zweiten Mal in dieser Saison ein Wochenende lang mit dem Spielbetrieb aus. Die letzte Länderspielpause liegt erst gut einen Monat zurück. Dazwischen absolvierten die Mannschaften fünf Saisonspiele. Für den 1. FC Heidenheim liefen die Spiele eher suboptimal. Denn nicht nur die Spielweise, sondern auch die Punkteausbeute blieb etwas hinter den Erwartungen zurück. Doch auch während dieser eher durchwachsenen Zeit, konnten die Heidenheimer einiges Positives für das restliche Jahr mitnehmen.

Torflaute wirft Fragen auf

Sowohl in Bielefeld, gegen Leipzig, als auch auf St. Pauli glänzten die Heidenheimer ausschließlich durch Harmlosigkeit in der Offensive. Gefährlich wurde es ausschließlich, wenn der Gegner sich selbst in Bedrängnis brachte. So resultiert der einzige Treffer aus den drei Partien aus einem Elfmeter, den Neuzugang Daniel Frahn zu seinem ersten Saisontreffer nutzte. Dank einer weitestgehend soliden Defensivleistung sicherte man sich immerhin zwei Punkte aus diesen drei Spielen. Dennoch stellte sich die Frage, wie man wieder zu mehr Durchschlagskraft gelangen kann. So versuchte Frank Schmidt mit einem Systemwechsel in der kommenden Heimpartie gegen den KSC den Bock umzustoßen. In einem 4-1-4-1 wollte er mehr Kontrolle und Spielwitz ins Mittelfeld und damit ins eigene Spiel bringen. In Ansätzen zeigte die Umstellung Wirkung, aber mit zunehmender Spieldauer stellte sich der Gegner auf die Taktik ein und der Effekt verpuffte. Bezeichnend, dass dann trotz einer 80-minütigen Führung es nicht für den Sieg reichen sollte. Enrico Valentini sorgte mit seinem sehenswerten Freistoßtreffer in der 93. Minute für den Ausgleich.

Besinnung auf alte Stärken

Es folgte das Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt. Heidenheim und auswärts, das passte in dieser Spielzeit bisher nicht zusammen. Doch nicht so an diesem Tag. Schmidt agierte wieder mit zwei Sechsern vor der Abwehr und verteidigte abwartend, aber dennoch konsequent. Der FSV war von der defensiven Grundordnung der Heidenheimer überrascht und tat genau das, was Schmidt sich gewünscht hatte. Durch Balleroberungen im ersten Drittel der eigenen Hälfte und einem schnellen Umschaltspiel ergab sich jede Menge Freiraum, die das Team dann auch wieder zu nutzen wusste. Kompromisslos verteidigte man das eigene Gehäuse und schenkte dem Gegner zugleich vier Treffer ein, die fast alle demselben Schema unterlagen. Nicht zu Unrecht galten die Heidenheimer vergangene Saison als „Kontermonster“ der Liga. Dank dem Vertrauen in die eigene Konterstärke und der großen Effektivität im Angriff fiel der erste Auswärtssieg der Saison derart deutlich aus. Mit sechs von möglichen 15 Punkten fällt die Ausbeute eher durchwachsen aus. Positiv festzuhalten ist die immer noch unbesiegte Serie bei Heimspielen und der erste und zugleich sehr deutliche Auswärtssieg der Saison bei einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Mit Spannung fiebert man nun dem ersten Auftrifft nach der zweiten Länderspielpause entgegen. Zuhause erwartet man den MSV Duisburg, der vor der Pause seinen ersten Saisonsieg feiern konnte. Fällt der 1. FCH wieder in alte Verhaltensmuster zurück und besticht einzig durch Torungefährlichkeit, oder darf man sich über einen souveränen und überzeugenden Auftritt, wie gegen den FSV Frankfurt, freuen?

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