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Karlsruher SC: Verantwortliche nach Düsseldorf-Pleite ratlos

Beim KSC wird die Lage nach dem 0:3 gegen Düsseldorf und somit einer erneuten Klatsche immer brenzliger.

Kinsombi und Stoppelkamp vergeben Doppelchance

Dabei hätte der KSC mit etwas Glück schon nach knapp zehn Minuten in Führung gehen können. Zunächst scheiterte Kinsombi aber an Rensing, dann setzte Stoppelkamp den Ball nur ganz knapp am Außenpfosten vorbei. Doch wie schon in den letzten Wochen sollte es anders kommen. Nach einem ziemlich simplen Angriff lochte der Ex-Karlsruher Rouwen Hennings nach einer Schmitz-Hereingabe zur 1:0-Gästeführung ein (26.). Nur drei Minuten später sollte es noch dicker kommen. Nach einer Ecke segelte KSC-Keeper Dirk Orlishausen am Ball vorbei, die Kugel fiel irgendwie auf die Füße von Jordi Figueras und von da aus ins eigene Tor (29.). Somit ging es mit einem 0:2 aus Karlsruher Sicht in die Kabine.

In den zweiten 45 Minuten tat sich der KSC weiter schwer. Eine wirkliche Druckphase wollte nicht aufkommen, die Stimmung im Wildpark wurde unruhiger. Düsseldorf hingegen machte es geschickt, hätte kurz nach Wiederanpfiff sogar schon auf 3:0 erhöhen können, Sobottka scheiterte aber an Orlishausen (49.). Der dritte Treffer sollte aber doch noch fallen. Kurz vor Schlusspfiff schraubte Rouwen Hennings das Ergebnis mit seinem zweiten Treffer aus kurzer Distanz auf 3:0 hoch (89.)

Verantwortliche ratlos

Noch vor der Partie betonte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer beim TV-Sender Sky, dass er keine Angst um den KSC habe, stellt nach der Partie aber sichtlich bedient fest: "Wir haben heute versagt.“ Ähnlich niedergeschlagen äußerte sich Cheftrainer Mirko Slomka: "Wir hatten eine gute Anfangsphase. Nach dem 0:1 haben wir aber eine sehr ängstliche Mannschaft von uns gesehen. Wir haben der Mannschaft in der Halbzeit nochmal Mut zugesprochen, aber es hat nicht gereicht, um das Anschlusstor zu machen." Worte der Resignation waren bei Slomka aber nicht zu erkennen. Vielmehr stellte er fest: "Wir kämpfen weiter.“

Viele andere Möglichkeiten hat der KSC auch nicht, wenn der Klassenerhalt noch gelingen soll. Letztendlich bleibt nach diesem Spieltag aber festzuhalten, dass sich die Lage vor der anstehenden Länderspielpause noch einmal dramatisiert hat. Erstmals in dieser Saison stehen die Badener auf dem letzten Tabellenplatz – einzig die Tatsache, dass es unten weiterhin eng bleibt, lässt die Hoffnungen der KSC-Fans am Leben. Vielleicht kommt die Länderspielpause für den KSC nach den letzten beiden bitteren Niederlagen nun auch zum richtigen Zeitpunkt. So hat Slomka die Möglichkeit nochmal intensiv mit seiner Mannschaft zu arbeiten, ohne den großen Ergebnisdruck am Wochenende zu haben. Es könnte die letzte Chance sein, die Mannschaft nochmal neu auf die verbleibenden neun Spiele einzustellen. Slomka kennt die Situation aus Hamburg und Hannover, auch wenn der Abstiegskampf in der zweiten Liga sicher nochmal eine ganz andere Brisanz hat. Nun liegt es aber an der Mannschaft zu zeigen, dass sie den Abstiegskampf annehmen kann.