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"0:3 war überflüssig": Grote hadert mit Deutlichkeit der VfL-Pleite

© imago images / RHR-Foto

Top oder Flop heißt es aktuell beim VfL Osnabrück, denn in den Ergebnissen der Lila-Weißen wechseln sich Sieg und Niederlage seit Wochen ab. In Düsseldorf kassierte der VfL eine deutliche 0:3-Pleite, die Cheftrainer Marco Grote nach Abpfiff relativierte. Dazu erklärte er die Personalentscheidungen rund um Bryan Henning und Sebastian Kerk.

"Sehr hart für uns"

Eine Niederlage folgte in den vergangenen sechs Partien jeweils auf einen Sieg, sodass Osnabrücks abwechslungsreiche Serie nach dem Erfolg in Braunschweig gegen Düsseldorf auf der Probe stand. Das Muster setzte sich fort, die Lila-Weißen unterlagen mit drei Treffern der Rheinländer. Ganz so deutlich, wie es das Ergebnis zeigte, wollte VfL-Coach Marco Grote die Niederlage nicht hinnehmen: "Ich denke, dass es sehr hart für uns ist, dass wir das Spiel verloren haben und in der Höhe sowieso."

In der ersten Halbzeit sei Osnabrück die bessere Mannschaft gewesen, obwohl man nach einer "unaufmerksam verteidigten Einwurfsituation" dem 0:1-Rückstand aus der elften Spielminute hinterherlaufen musste. "Bis zur 60. Minute haben wir ein gutes Spiel gemacht, aber wir kamen in der Phase zu selten oder fast gar nicht mehr gefährlich zum gegnerischen Tor hin", wägte Grote ab, dass seine Mannschaft zwischen ansehnlicher Spielweise und Durchschlagskraft in der Sturmspitze pendelte. Der VfL machte zum Ende des Spiels die eigenen Reihen auf, mit dem zweiten Treffer war das Match enschieden. "Das 0:3 war überflüssig", ärgerte sich Grote.

Kerk wurde geschont

In der Osnabrücker Startaufstellung fehlte derweil Top-Scorer Sebastian Kerk (fünf Tore, vier Vorlagen). Erst nach rund einer Stunde wurde der Angreifer für Stoßstürmer Christian Santos eingewechselt. "Wir hatten vier Spiele in zehn Tagen. Bei Kerki sind wir ziemlich sicher, dass er heute nicht besonders gut in die Spur gekommen wäre", verwies Grote auf die Eindrücke, die der VfL aus der Quarantäne-Situation zu Saisonbeginn machen konnte. Damals mussten die Lila-Weißen drei Spiele in sechs Tagen aufholen, nun wurde beispielsweise Kerk entlastet.

Eine weitere Personalentscheidung traf der Cheftrainer im Laufe der Partie, als er Bashkim Ajdini verletzungsbedingt ersetzen musste. "Wahnsinnig viele Optionen auf rechts haben wir nicht. Bryan Henning war eine davon. Aus unserer Sicht machte es keinen Sinn, die Formation zu ändern. Er war vielleicht die ungewohnte, aber beste Option", plädierte Grote für den zentralen Mittelfeldspieler, an dem die Niederlage letztlich nicht festzumachen war. Bei Ajdini hofft der Coach derweil nur auf eine Prellung. Am Samstag folgt das Heimspiel gegen den SC Paderborn – und dem Gesetz der Serie wäre dort wieder ein Sieg an der Reihe.