0:5! SVD kommt unter die Räder: "Einfach auch schlecht gemacht"

Der Hamburger SV ist regelrecht über den SV Darmstadt 98 hinweggefegt. Untypisch anfällig in der Defensive und ohne Stich in der Offensive präsentierten sich die Lilien im Spitzenspiel. Cheftrainer Torsten Lieberknecht und seine Mannschaft akzeptierten die hohe Niederlage - und gehen fest davon aus, dass die Reaktion schnell folgen wird.

"Mannschaft wird sich erholen"

Per Elfmeter, per Kopf und per Rechtsschuss - die Bälle von Robert Glatzel (5., 10., 13.) saßen gegen Darmstadt ganz genau. Davon erholten sich die Lilien, die trotz der hohen Niederlage immer noch Tabellenführer blieben, nicht mehr. "Gerade in puncto Effizienz und Positionsspiel waren uns die Hamburger überlegen", fasste SVD-Cheftrainer Torsten Lieberknecht das Geschehen zusammen. Statt des geordneten Umschaltspiels reihten sich die Fehlpässe aneinander. Am Ende wurde es die höchste Saisonniederlage. "Solch ein Spiel kommt in einer langen Saison schonmal vor, das gehört zum Fußballer-Leben dazu. Die Mannschaft wird sich davon erholen", so Lieberknecht zuversichtlich.

Die Erinnerungen an den Saisonstart werden wach, als Darmstadt zweimal zu Null als Verlierer vom Platz ging. Im Laufe der Saison folgte dann die Serie von sieben Spielen infolge ohne Niederlage - und sechs Siegen. Darmstadt ist immer noch Spitzenreiter. "Bisher haben wir uns in dieser Saison nach Niederlagen schnell wieder gefestigt gezeigt und die richtigen Antworten geliefert. Und schon in der zweiten Halbzeit haben wir ein ordentliches Gesicht gezeigt", sah Lieberknecht bereits auf dem Rasen das gewisse Aufbäumen. Der Übungsleiter machte ganz klar: "Wir wollten uns nicht ergeben."

Lieberknecht honoriert HSV-Leistung

Durch die Pleite gegen Hamburg ist die 2. Bundesliga in der Spitze nun eng zusammen gerückt. Zwei Punkte trennen die Lilien von Heidenheim auf dem sechsten Platz. "Wir haben die ganze Saison schon gezeigt, dass wir es auch anders können", machte auch SVD-Kapitän Fabian Holland weiter Mut. Trotzdem schmerzt das Spiel: "Wir haben heute richtig auf die Fresse bekommen. Direkt nach dem Spiel tut das Ergebnis natürlich sehr weh." Ob das nun zur nächsten Trotzreaktion führt? Auszuschließen ist bei den Lilien zumindest gar nichts.

"Schlussendlich müssen wir dem HSV einfach Respekt zollen, dass sie heute so einen Sahnetag erwischt und verdient gewonnen haben", wollte Lieberknecht aber auch die Leistung des Gegners honorieren. Weiter geht es am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) in Hannover. Und da wollten die Lilien ihre Köpfe schon wieder oben haben. Denn Torhüter Marcel Schuhen hielt selbstbewusst fest: "Der HSV hat es zwar sehr gut gemacht, aber wir haben es auch einfach schlecht gemacht. So müssen wir es analysieren und dann auch abhaken." Dann würde der Spitzenreiter weiter spitze bleiben.

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