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1:1-Remis: FWK verpasst Sieg im "wahnsinnig wichtigen Spiel"

© imago images / Eibner

Die Würzburger Kickers führten im Kellerduell mit dem FC St. Pauli, waren über eine Stunde in Überzahl und konnten am Ende doch nur einen Punkt mitnehmen. Cheftrainer Bernhard Trares bedauerte vergebene Chancen seiner Mannschaft, deren Nervosität im Verlauf der Partie für den Coach zu spüren war. Ein Torwartwechsel beruhigte die Nerven nur teilweise.

FWK zeigt andere Leistung

Hendrik Bonmann steigt endgültig vom Reservekeeper eines Drittligisten zum Stammkeeper eines Zweitligisten auf. Im Nachholspiel gegen den FC St. Pauli berief FWK-Cheftrainer Bernhard Trares den ehemaligen 1860-Torhüter in die Startelf der Würzburger, um im "wahnsinnig wichtigen Spiel" einen neuen Impuls zu setzen. Ebenso mit dabei: Sturm-Hoffnung Marvin Pieringer. Der holte sogleich einen Elfmeter heraus und verwandelte den Strafstoß in der Anfangsviertelstunde.

"Wir haben eine andere Leistung gezeigt, als am Samstag", freute sich Trares anfangs über die Leistungsbereitschaft seines Teams, welches insgesamt auf vier Positionen verändert wurde. Neben den bereits genannten Akteuren durfte beispielsweise auch Neuzugang Rolf Feltscher starten. "Wir waren griffig und haben die Zweikämpfe gewonnen", waren die Würzburger richtig eingestellt, doch die ersten Unsicherheiten folgten nach vergebenen Chancen: "Wir hätten mit Hägele das 2:0 machen müssen, wo er den Ball auf die Hacke bekommt und der Ball geht noch irgendwie am Pfosten vorbei."

"Wurden unruhiger und nicht klar"

Obwohl die Kickers vom Dallenberg anschließend über 60 Minuten in Überzahl spielten, weil St. Paulis Innenverteidiger Marvin Knoll einen Platzverweis kassierte, glitt den Würzburgern die Partie Stück für Stück aus der Hand. "St. Pauli hat spielerische Momente gehabt, aber wir haben versucht, die Räume zu schließen und über Ballgewinne unsere Chancen zu bekommen", beschrieb Trares den Matchplan, der immer wieder mal aufging. Allerdings fiel das zweite Tor nicht, der das Spiel "erledigt" hätte. Trares hielt fest: "Es fehlt ein stückweit das Glück, dass du so ein Spiel im richtigen Moment zumachst."

Die Spielzüge der Würzburger wurden umständlicher und berechenbarer, die Abspiele zu hektisch. "Es liegt auch am Tabellenstand, den wir haben. Wir wurden unruhiger und waren nicht klar", ärgerte sich Trares, dass der FWK sein Spiel nicht mehr bis zum Ende durchziehen konnte. Ex-Würzburger Rico Benatelli bestrafte die Kickers mit dem Ausgleichstreffer, der letztlich das Endergebnis herstellt. "Der letzte Moment ist für uns verpufft", bedauerte der Coach die vergebenen Chancen, nahm aber das Positive mit: "Wir versuchen, es genauso wieder abzurufen." Mit fünf Zählern nach 14 Spielern liegt der FWK noch immer abgeschlagen am Tabellenende, aber die neuerliche Leistungsbereitschaft hält die Hoffnung am Leben.