1:2-Niederlage: Rösler sieht die "vielleicht schlechtesten" Minuten
Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf kassierte in Kiel die zweite Niederlage im zweiten Auswärtsspiel. Auch das Debüt von Neuzugang Luka Krajnc konnte das kuriose Ergebnis mit zwei Eigentoren, einem Platzverweis und einem weiteren Elfmeter gegen die Rheinländer nicht verhindern. Cheftrainer Uwe Rösler zeigte sich kritisch.
Verletzung und Eigentor
Die Bilanz von Uwe Rösler als Cheftrainer von Fortuna Düsseldorf bleibt auch nach dem Zweitliga-Start überschaubar, am 3. Spieltag kassierten die Rheinländer bereits die zweite Niederlage. Schon in der Anfangsphase verloren die Düsseldorfer dabei Jean Zimmer verletzungsbedingt. "Wir haben es in der ersten Viertelstunde ordentlich gemacht, doch dann haben uns 'Zimbos' Verletzung und das Gegentor aus dem Rhythmus gebracht", führte der Coach den Verlust der Spielkontrolle auf das Verletzungspech zurück. Ein Eigentor von Florian Hartherz brachte die Fortuna auf Negativkurs und Rösler gestand ein: "Die anschließenden 30 Minuten vor der Halbzeit waren vielleicht die schlechtesten, seit ich hier Trainer bin."
Insgesamt war es die sechste Niederlage unter der Leitung von Uwe Rösler, dem gegenüber stehen drei Siege und neun Unentschieden. Mit einem Schnitt von nur einem Punkt pro Partie ist die Zeit des Trainerlegionärs in Düsseldorf bislang noch nicht von Erfolg gekrönt. Dabei hätte sich das Blatt gegen Kiel beinahe noch gewendet.
"Haben einiges, woran wir arbeiten müssen"
Nach rund einer Stunde gelang den Düsseldorfern dann nämlich - kurioserweise ebenfalls durch ein Eigentor - der Ausgleich, ehe ein weiterer Elfmeter in der noch jungen Saison eine Punktausbeute zunichte machte. Rösler blickte kritisch auf den Saisonstart: "Wir müssen cleverer verteidigen, denn drei Elfmeter in drei Spielen sind definitiv zu viel. Heute war auf jeden Fall mehr für uns drin."
Florian Hartherz, Andre Hoffmann und Kevin Danso verursachten in jeder Partie mit Düsseldorfer Beteiligung inzwischen einen Elfmeter. Neuzugang Luka Krajnc, der gegen Kiel direkt in der Startelf debütierte, konnte die erneute Niederlage nicht verhindern. "Ob ich persönlich ein gutes oder schlechtes Debüt gezeigt habe, ist mir nicht so wichtig – was zählt, ist das Ergebnis, und das kann uns heute nicht gefallen", erklärte der Slowene nach der Partie, die in der zweiten Hälfte auch zu Düsseldorfer Gunsten hätte ausfallen können. Krajnc ist sicher: "Wir haben einiges, woran wir in der Länderspielpause arbeiten müssen."