12 Zugänge, 12 Abgänge: So lief der Deadline-Day
Aufgrund der Corona-Pandemie war das Transferfenster länger auf als je zuvor, dennoch haben viele Zweitligisten noch am Deadline-Day der Transferperiode gehandelt und letzte Zu- und Abgänge bekanntgegeben. liga2-online.de fasst die Geschehnisse des Tages noch einmal zusammen.
Würzburg ist Deadline-Champ
Der letzte Transfertag des diesjährigen Sommers hat besonders das Gesicht der Würzburger Kickers noch einmal verändert. Der Aufsteiger schlug vor Ablauf der Frist gleich dreifach auf dem Markt zu und verstärkte vor allem die Abwehr mit Lars Dietz (Union Berlin) und Ewerton (Hamburger SV). Hinzu kam mit Ridge Munsy (FC Thun) auch ein neuer Stürmer, wodurch sich die Kickers vom Dallenberg zur aktivsten Mannschaft am Deadline-Day krönten.
Doppelte Verstärkung gab es aber auch für den SC Paderborn, der nach dem Abstieg aus der Bundesliga nur mäßig in die Saison gestartet ist und von Verletzungspech gebeutelt wurde. Aristote Nkaka (RSC Anderlecht) soll den Ausfall im defensiven Mittelfeld kompensieren, während Prince Osei Owusu (Arminia Bielefeld) die Offensive verstärkt. Auch Mit-Absteiger Düsseldorf schlug bei zwei Spielern zu und bediente sich gleich doppelt auf dem englischen Markt. Dadurch sicherten sich die Rheinländer die Dienste von Christoph Klarer (FC Southampton) und Kristoffer Peterson (Swansea City).
Transfers aus der Bundesliga in das Unterhaus waren am Deadline-Day nicht unüblich. So holte sich Hannover 96 noch Simon Falette (Eintracht Frankfurt), Holstein Kiel schlug bei Joshua Mees (Union Berlin) und Greuther Fürth schnappte sich Simon Asta (FC Augsburg). Kurioser wirkte der Transfer von Antonio Jonjic (1. FC Kaiserslautern) nach Aue, die den Mittelfeldspieler aus der 3. Liga holten, obwohl dieser seit fast einem Jahr ohne Einsatz war. Der VfL Bochum wurde ebenfalls kreativ und angelte sich mit Erhan Masovic (FC Brügge) den Kapitän der serbischen U21-Nationalmannschaft.
Leihen in die 3. Liga dominieren
Auch auf der Abgangsseite fallen die Würzburger auf, mit dem 1,5-Millionen-Transfer von Luca Pfeiffer (FC Midtjylland) nach Dänemark wurde die größte Ablösesumme fällig. Dazu wurde Nachwuchskeeper Nico Purtscher abgegeben. Zwei Spieler hat auch Paderborn abgegeben. Die Ostwestfalen verabschiedeten Samúel Fridjónsson (Viking FK) zurück nach Norwegen, wo der Mittelfeldspieler schon vor seinem Engagement in Paderborn tätig war. Neuzugang Pascal Steinwender (VfB Lübeck) soll dagegen Spielpraxis auf Leihbasis sammeln.
In Fürth wurden ebenfalls zwei Spieler abgegeben, die keine Rolle mehr für die kommende Saison spielten. Der Leihvertrag mit dem VfL Wolfsburg wurde aufgelöst, sodass Marvin Stefaniak (Dynamo Dresden) zurück in die Heimatstadt gehen konnte. Dazu wurde mit Kenny Prince Redondo (1. FC Kaiserslautern) der Edeljoker der Vorsaison ziehen gelassen. Den einzigen liga-internen Wechsel verzeichnete der Hamburger SV mit der Abgabe von Innenverteidiger Ewerton (Würzburger Kickers).
Auf der Abgangsseite dominieren ansonsten die Leihgeschäfte, insbesondere in die 3. Liga. So gab Holstein Kiel für ein Jahr seinen Nachwuchsstürmer Daniel Hanslik (1. FC Kaiserslautern) ab, Nürnberg verlieh Lukas Schleimer (1. FC Saarbrücken) und der FC St. Pauli parkte Maximilian Franzke (1. FC Magdeburg). Direkt für zwei Jahre - inklusive Kaufoption - gab Fortuna Düsseldorf den wechselwilligen Flügelspieler Nana Ampomah (Royal Antwerpen) ab. Wohin es Florian Hansch vom SV Sandhausen zieht, ist nach dem Deadline-Day die einzige Unbekannte. Somit gilt der Offensivspieler aber als Vereinsloser, der nach dem letzten Transfertag nun weiterhin nach einem Klub suchen kann.