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120-Millionen-Angebot: HSV-Präsidium zu Gesprächen mit Kühne

© IMAGO / Jan Huebner

Wie sieht die finanzielle Zukunft des Hamburger SV aus? Diese Frage könnte schon am heutigen Mittwoch in eine neue Richtung gelenkt werden. Präsident Marcell Jansen uns sein Team treffen zur Stunde nämlich Klaus-Michael Kühne, der zuletzt ein Paket von rund 120 Millionen Euro für den Klub angeboten haben soll – inklusive einer Reihe von Forderungen. Ein Bericht der "Bild"-Zeitung klärt auf, was dran ist.

Treffen seit 7:30 Uhr

Klaus-Michael Kühne hält zurzeit rund 15 Prozent der Anteile an der HSV Fußball AG. Mehr darf der 85-jährige Unternehmer laut Satzung gar nicht übernehmen, sodass die Mitglieder des Hamburger SV am Ende des Tages die Entscheidungsmacht haben. Ohne Satzungsänderung, für die eine Dreiviertel-Mehrheit nötig ist, wird Kühne sein Investment nicht erweitern können – obwohl die HSV-Verantwortlichen wohl ernsthaft über das 120-Milllionen-Euro-Angebot nachdenken.

Die Delegation um Präsident Marcell Jansen weilt aktuell in Gesprächen mit dem Unternehmer, um noch einmal über die Forderungen von Kühne zu sprechen. Die Bedingungen, wie sie der 85-Jährige im ersten Schritt stellte, würden Kühne deutlich mehr Macht innerhalb des Vereins zusprechen. Das lehnte Jansen bereits ab. Doch möglicherweise treffen sich die Parteien irgendwo in der Mitte – dies erörtert das Präsidium laut "Bild"-Zeitung seit 7:30 Uhr mit dem Anteilseigner. Die endgültige Entscheidung leigt dann aber wohl bei den Mitgliedern.

Stadionname weiterhin ein Thema

Kühne signalisierte zuletzt, dass er seine Forderungen zum Wohl des HSV durchaus aufweichen würde. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Finanzvorstand Thomas Wüstefeld, der im Rahmen der Stadionsarnierung zumindest eine Eigenbeteiligung von zehn Millionen Euro erwirtschaften konnte, stünde dann weiterhin auf wackeligen Beinen. Nach aktuellem Stand könnte weiteres Geld in die HSV-Kassen fließen, wenn Kühne die Rechte am Stadionnamen kauft. Das ist unabhängig von der Mitgliederzustimmung möglich – und könnte Kühne sogar helfen. Denn der 85-Jährige will den Volkspark in Gedenken an den verstorbenen Uwe Seeler umbenennen. Das dürfte wiederum vielen HSV-Fans gefallen.