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2G-Regelung in Karlsruhe: Maximalauslastung im Wildpark möglich

© IMAGO / Eibner

Das neue Wildparkstadion in Karlsruhe darf ab sofort wieder voll ausgelastet werden – unter 2G-Regelung. Eine neue Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ermöglicht die aktuelle Maximalauslastung beim KSC. Gänzlich zufrieden zeigte sich Geschäftsführer Michael Becker nicht, wenngleich er betonte, dass es der richtige Schritt sei.

"Nur so möglich"

Rund 10.850 Zuschauer kamen im Schnitt zu den bisherigen Heimspielen des Karlsruher SC. Ab sofort darf der Klub seine Auslastung wieder auf 20.000 Plätze steigern – ohne Maskenpflicht, dafür aber unter Einhaltung der 2G-Regelung. Somit wird nur noch Geimpften oder Genesenen der Zutritt zum Stadion gewährt. Schon ab dem kommenden Heimspiel gegen Paderborn (31. Oktober, 13:30 Uhr) tritt das neue Modell in Kraft.

"Nur so ist die Rückkehr zur Maximalauslastung und damit der nächste Schritt in Richtung Normalität möglich", äußerte sich KSC-Geschäftsführer Michael Becker beinahe entschuldigend über den Zustand. Grund für die Argumentation ist, dass die Karlsruher mit dem Teilausschluss der Fans nicht zufrieden sind. PCR-Tests am Einlass, "wie es zum Beispiel in Bayern der Fall ist", hätte auch der KSC "im Sinne unserer Fans begrüßt". So ist der Klub an die Verordnung des Landes Baden-Württemberg gebunden.

KSC zwischen Kritik und Freude

"Bei aller Freude über die Rückkehr zum vollen Stadion hätten wir uns von Seiten der Politik eine klarere und bundesweit einheitliche Positionierung gewünscht, anstatt die Entscheidung an die Clubs weiterzugeben und unterschiedliche Verordnungen je nach Bundesland einzuführen", kritisierte Becker weiterhin. Der Geschäftsführer stellte klar: "Fußball sollte für alle da sein, das ist unser übergeordnetes Ziel beim Weg in Richtung Normalität, so dass wir mit der nun getroffen Lösung auch nicht vollends zufrieden sind. Sie war jedoch unter Abwägung aller Argumente auf Basis der derzeitigen Verordnung die Beste für den KSC."

Trotz allem ist der KSC über die Entscheidung, einen weiteren Schritt zu machen, nicht unglücklich. Vorteile ergeben sich beispielsweise aus dem Wegfall der Maskenpflicht, bei der es "bekanntlich immer wieder zu Verstößen" zuletzt kam. Auch Ticketpersonalisierungen sind nicht länger notwendig, dazu werden die Tagesticketpreise für Stehplatzbereiche wieder günstiger. Ganz allgemein wird zudem das Infektionsgeschehen reduziert – und Dauerkarteninhaber, die aufgrund der neuen Regelungen nicht mehr kommen können, dürfen ihr Ticket eintauschen.