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96-Debakel in Karlsruhe: "Heute komplett den Faden verloren"

IMAGO / Eibner

Ganz schwarzer Nachmittag für Hannover 96: Mit 0:4 ging die Mannschaft beim Karlsruher SC unter und steht nun auf dem Abstiegs-Relegationsplatz. Groß war der Unmut danach bei den Fans. Trainer Jan Zimmermann muss nun immer mehr um seinen Job bangen.

"Fällt schwer, Worte zu finden"

Nach zuletzt drei Unentschieden in Serie klappte bei den 96ern in Karlsruhe gar nichts. Das Team lief dem Gegner phasenweise nur hinterher, musste sich die Qualität für die Zweitklassigkeit absprechen lassen. Schon zur Pause war die Partie nach Treffern von Kyoung-Rok Choi (17.), Daniel Gordon (27.) und Marvin Wanitzek (29.) entschieden "Nach dem ersten Gegentor haben wir heute komplett den Faden verloren. Karlsruhe macht dann weiter Druck, wir halten nicht gut genug dagegen, und dann bekommen wir das zweite und das dritte Tor direkt hintereinander weg", sagte 96-Kapitän Marcel Franke.

Philipp Hofmann sorgte spät im zweiten Durchgang für den Endstand (83.). Das Ergebnis hätte aber noch deutlich höher ausfallen können. Die beste Hannover-Chance hatte noch Lukas Hinterseer, dessen Schuss am Pfosten landete (39.). "Heute fällt es mir wirklich schwer, Worte zu finden. Wir haben es in der zweiten Halbzeit weiter versucht, haben alles nach vorne geworfen, um ein Tor zu schießen. Das hat nicht geklappt. Dann fällt noch das vierte, aber das Spiel haben wir bereits nach 30 Minuten verloren", sprach Franke das Debakel klar an.

Fans äußern ihren Ärger

Nach dem Spiel machten die mitgereisten Fans ihrem Ärger Luft, richteten deutliche Worte an das Team. "Da muss man sich jedes Wort anhören. Jedes Wochenende fahren sie mit und müssen sich heute so einen Mist von uns angucken. Da wird niemand dastehen und uns zujubeln. Deswegen muss man sich jedes Wort in der Kurve anhören, und der ganze Unmut ist natürlich völlig berechtigt", wollte der Innenverteidiger nichts schönreden.

Nach der bereits siebten Niederlage im 15. Spiel steht das Team nun auf Rang 16, ist immerhin noch punktgleich mit den Nicht-Abstiegsplätzen. Aber die Entwicklung sollte unter Trainer Jan Zimmermann natürlich eine ganz andere sein. Für den 42-Jährigen, der vor der Saison von Drittliga-Aufsteiger TSV Havelse gekommen war, wird es immer ungemütlicher. Argumente sammelte der gebürtige Hannoveraner bislang wenige für eine Weiterbeschäftigung, der Punkteschnitt unter ihm liegt bei 0,93. Immerhin im DFB-Pokal ist die Mannschaft noch vertreten, setzte sich in der 2. Runde mit 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf durch.

In der Liga geht es am kommenden Sonntag mit dem Duell gegen den Hamburger SV weiter. Es könnte schon ein Endspiel für Zimmermann sein.