96 erwartet laufintensives Spiel: "Unsere Kilometer sind auch bekannt"

Hannover 96 konnte sich in Hamburg gegen die Krise stemmen und die ersten Auswärtszähler in dieser Saison einfahren. Die Niedersachsen haben nun direkt die zweite Auswärtsfahrt vor der Brust und müssen beim 1. FC Heidenheim nachlegen. Besonders die Laufstärke wird dabei im Fokus stehen, denn Hannover trifft auf die Nummer eins in dieser Statistik.

Erleichterung in Hannover

Auswärts ohne Zählbares und mit einer Formkrise im Gepäck gelang Hannover 96 ausgerechnet beim Hamburger SV der erste Coup auf fremden Platz. "Wir sind erstmal froh, dass wir das schwere Spiel in Hamburg gewonnen haben. Das war auch für die Jungs wichtig", zeigte sich 96-Cheftrainer Kenan Kocak deshalb auch vor dem zweiten Auswärtsspiel in Folge erleichtert, dass sich die Roten mit einem Erfolgserlebnis aus der Krise herausgekämpft haben. Um nicht direkt wieder dort hinein zu geraten, wäre ein Punktgewinn in Heidenheim wohl Gold wert. Kocak machte sich nichts vor: "Uns erwartet eine sehr schwere Aufgabe. Immerhin sind sie letztes Jahr Dritter geworden."

Zwar hatten die Heidenheimer einen personellen Umbruch zu verkraften, doch zuletzt zeigten sich die Brenzstädter wieder in aufsteigender Form. Besonders in der Statistik der Laufbereitschaft führt der kommende Gegner die 2. Bundesliga an. "Wir wissen, dass wir auf eine sehr intensive, laufstarke Mannschaft treffen", verschränkte sich Kocak nicht vor der Paradedisziplin der Heidenheimer, in der Hannover mithalten muss - und kann: "Unsere Kilometer sind auch bekannt." Gepaart mit intensivem Abwehrverhalten soll der Erfolg aus Hamburg fortgesetzt werden.

Fragezeichen hinter Esser

Fragezeichen stehen hinter Niklas Hult und Michael Esser, wobei der Cheftrainer bei seinem Stammkeeper optimistisch blieb. Auch Timo Hübers und Philipp Ochs stiegen unter der Woche wieder ins Training sein, das Spiel in Heidenheim dürfte für die beiden Akteure allerdings noch zu früh kommen. Ausfallen wird weiterhin Linton Maina, wie auch Kocak bedauerte: "Es tut ihm weh, dass er nicht mitwirken kann. Er hat nach wie vor Knieprobleme. Wir müssen vom Worst Case ausgehen, dass es vielleicht in diesem Jahr schwer wird."

Umso genauer will Kocak in den letzten Spielen des Jahres auf die Belastung seiner Profis achten. Der Cheftrainer warnte: "Wir müssen gut schlafen, uns gut ernähren, das Trainingspensum ein wenig anpassen. Wir brauchen jeden, da kommt es auf jeden an." Zumal ein laufintensives Spiel auch seine Risiken birgt.

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