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96-Sportdirektor Mann: "Wussten, dass es holprig werden kann"

IMAGO / Jan Huebner

Mit vier Punkten aus fünf Partien hat Hannover 96 einen enttäuschenden Start hingelegt und steht auf dem vorletzten Tabellenplatz. In einem Interview mit der "Bild" hat sich Sportdirektor Marcus Mann über die aktuelle Lage und die Transferphase geäußert.

"Neuen Schwung" in den Klub bekommen

"Wir wussten, dass es holprig werden kann. 96 ist nicht von heute auf morgen in diese Situation reingekommen", sagte der 37-Jährige über den schwachen Saisonstart. Und es sei durch einen neuen Sportdirektor und Trainer nicht getan, "dass innerhalb von sechs Wochen alles wieder glatt läuft. Wir müssen in die Mannschaft und in den ganzen Klub einen neuen Schwung reinbekommen. Dieser Prozess wird dauern". Dass es trotz der schwierigen Ausgangslage Ergebnisse braucht, dessen seien "sich auch alle bewusst. Auch die Spieler haben alle den Anspruch, dass wir in den nächsten Wochen anders punkten als das an den ersten fünf Spieltagen der Fall war".

Umbruch größer als geplant

Um nach der schwachen Rückrunde wieder besser zu spielen, fiel der Umbruch im Sommer auch größer aus als eigentlich geplant. "Es wurde im Laufe der Zeit sichtbar, dass die Mannschaft doch mehr frisches Blut braucht als zu Beginn angenommen", erklärte Mann. "Wir haben es als unabdingbar bewertet, dass wir mehr Spieler holen, die unbelastet an die Aufgabe rangehen, die mit neuem Elan kommen, die Lust auf die Aufgabe haben." Und obwohl nicht alle Wünsche zu 100 Prozent hätten umgesetzt werden können, sei der Klub "nahe an dem, was wir uns vorgestellt haben, und sind mit jedem einzelnen Transfer sehr zufrieden. Wir haben das Gefühl, dass wir jetzt vorerst gut aufgestellt sind".

Zufriedenheit mit Duksch-Deal

Und das, obwohl mit Marvin Ducksch der beste Torschütze zu Ligakonkurrent für 3,5 Millionen Euro Bremen gegangen ist. "Für eine Vertragsverlängerung lagen wir in unseren Vorstellungen zu weit auseinander und Marvin wollte gerne nach Bremen wechseln. In Pandemie-Zeiten eine solche Summe zu erzielen, ist außergewöhnlich. Das zeigen auch die vielen Reaktionen von Marktteilnehmern, die nachgefragt haben, ob die Summe wirklich stimmt." Doch der sportliche Verlust wiegt schwer, das gibt auch Mann zu. "Aber einen Spieler zu halten, der gehen möchte und nur noch zehn Monate Laufzeit hat, wäre unvernünftig gewesen." Seinen Wechsel soll Lukas Hinterseer nun vergessen machen, der "eine ähnliche Quote in der 2. Liga hatte wie Marvin. Und trotzdem wird es unabdingbar sein, das Tore schießen auf mehrere Schultern zu verteilen als in der Vergangenheit".