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96-Trainerfrage wohl entschieden: "Läuft auf Dabrowski hinaus"

© IMAGO / Henning Scheffen

Die Mannschaft von Hannover 96 hat es im letzten Spiel unter Christoph Dabrowski in der Hand, ob der Interimstrainer zur Dauerlösung bei den Niedersachsen wird. Bricht das Team gegen Bremen nicht auseinander, dann steht einer Beförderung laut 96-Geschäftsführer Martin Kind nichts im Weg. Beeindruckend ist für die Sportliche Leitung, wie schnell Dabrowski einen Draht zur Mannschaft fand.

Kind stimmt in Trainerfrage ab

"Ich werde mich mit Sportchef Marcus Mann noch vor dem Spiel gegen Werder in der Trainerfrage abstimmen. Es läuft auf Dabrowski hinaus", erklärte Martin Kind bereits am Donnerstag gegenüber dem "Sportbuzzer". Demnach wird der Interimscoach zum Cheftrainer befördert, wie es nach den Siegen gegen Hamburg (1:0) und Ingolstadt (2:1) kaum noch anders zu erwarten war. Obwohl es nicht die dankbarsten Partien für Dabrowski waren, so habe sich der 43-Jährige laut Kind deutlich bewehrt. "Es sei denn, die Mannschaft bricht gegen Werder auseinander", stellte der 96-Geschäftsführer als letzte Bedingung.

Nach den erfolgreichen Auftritten, die nicht mit einer vollen Punktausbeute zu erwarten waren, erscheint eine hohe Niederlage gegen Bremen nicht sehr wahrscheinlich. Dabrowski wird demnach mindestens bis zum Saisonende im Amt bleiben, wenn sich die Parteien auf einen Vertrag einigen können. "Ich habe noch nie erlebt, dass sich eine Mannschaft so für einen Trainer positioniert hat wie bei Christoph Dabrowski", war sich Kind sicher, dass der vorherige U23-Coach als Dauerlösung die richtige Wahl sei. Ein Arbeitspapier "mit ein paar Optionen" für eine längere Dauer seien demnach möglich – und soll noch vor Weihnachten verkündet werden.

Rösler und Thioune vertröstet

Dabrowski, in dessen Familie "das grüne Licht seit Jahren" für einen Cheftrainer-Posten besteht, hielt sich vor der Partie gegen Werder Bremen noch zurück. "Nach zwei Spielen kann man noch nicht sagen, wie ein Weg verläuft", äußerte sich der 43-Jährige verhalten, aber selbstbewusst. "Ich bin überzeugt von meinen Qualitäten und auch davon, dass ich noch ein paar Aufgaben erledigen kann." Von 1998 bis 2013 war Dabrowski als Spieler für Bremen, Bielefeld, Hannover und Bochum aktiv. Danach durchlief er mehrere Trainerfunktionen bei den Roten, darunter auch die Co-Trainer-Rolle unter Michael Frontzeck, Thomas Schaaf und Daniel Stendel. Nun wird Dabrowski zum Chef gemacht.

Ein Coup, der durch die Intervention von Sportdirektor Marcus Mann zustande gekommen sein soll. Zuvor waren Uwe Rösler (zuvor Fortuna Düsseldorf) und Daniel Thioune (zuvor Hamburger SV) die Favoriten von 96-Geschäftsführer Kind gewesen sein. Mit Rösler habe man sogar schon Details besprochen, aber keinen endgültigen Vertrag ausgehandelt – weil Mann schon nach wenigen Eindrücken im Training für Dabrowski plädierte. "Ich habe noch nie erlebt, dass sich eine Mannschaft so für einen Trainer positioniert hat wie bei Christoph Dabrowski", ließ sich auch Kind überzeugen. Die offizielle Mitteilung scheint nur noch Formsache zu sein.