Alles, was ihr zum 18. Spieltag wissen müsst

Die Winterpause ist vorüber, der Auftakt in die Rückrunde steht an. Jetzt geht es um einen guten Start ins neue Jahr. liga2-online.de gibt eine Übersicht für den 18. Spieltag.

Die Ausgangslage

34 Spieler wechselten im Winter in die 2. Bundesliga, etwa 4,75 Millionen Euro wurden in Ablösesummen investiert. Größeres Aufsehen erregte der Transfer von Kennedy Okpala zum SC Paderborn 07, weil der Spieler seinen Vertrag beim Waldhof Mannheim zuvor auf eigene Faust kündigte. Ein Rosenkrieg auf dem Transfermarkt drohte, doch die Vereine fanden eine Lösung. Der teuerste Neuzugang ist wiederum David Mokwa, der von der TSG Hoffenheim zur SV Elversberg wechselte - für rund 1,5 Millionen Euro. Was aber aus Sicht der Saarländer auch notwendig war, denn Top-Torjäger Younes Ebnoutalib verabschiedete sich in die Bundesliga. Acht Millionen Euro zahlte Eintracht Frankfurt - und der Stürmer feierte bereits sein Debüttor gegen Dortmund.

In erster Linie waren jedoch Leihgeschäfte gefragt. Besonders die abstiegsbedrohten Dresdner schlugen vier Mal auf Zeit zu - plus die feste Verpflichtung von Bethke -, aber auch der zweite Aufsteiger aus Bielefeld vereinbarte drei Leihen. Hannover 96 dünnte wiederum den Kader aus, indem drei Spieler auf Leihbasis abgegeben wurden. Weitere Trainer mussten im Übrigen in der Winterpause nicht gehen, sodass auch F95-Coach Markus Anfang nach der Rundum-Analyse in Düsseldorf weitermachen darf. Genauso, wie Thomas Stamm in Dresden. Beide Vereine setzen auf neue Sportchefs, die den Kader für den Abstiegskampf rüsten.

Fünf Spiele im Fokus

F95 gegen DSC: Wer befreit sich aus der drohenden Gefahr?

In Düsseldorf nahm sich Neu-Sportvorstand Sven Mislintat die Zeit, um die Weichen für die Rückrunde zu stellen. So dauerte es ein paar Tage, um die Gewissheit zu erlangen, dass Markus Anfang weiterhin der richtige Trainer für den Verein ist - und gleichzeitig verstärkte die Fortuna ihren Kader mit Satoshi Tanaka (zentrales Mittelfeld) und Jordi Paulina (Mittelstürmer), um die Problemstellen zu beheben. Gelingt jetzt die Trendwende, wo der Strang definiert wurde, an dem alle gemeinsam ziehen sollen?

In Bielefeld ist die Euphoriewelle momentan nicht mehr so groß. Die Arminia ging ohne Sieg in die Winterpause und wartet zudem noch seit fünf Spieltagen auf den Erfolg, sodass der Aufsteiger nur noch zwei Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz steht. Angesichts der großen Leistungen am Ende der letzten Saison und zu Beginn dieser Spielzeit ist der Rückschlag durchaus überraschend - und seine Tragweite wird möglicherweise auch dadurch verzerrt. Das Spiel bei der Fortuna ist ein Kellerduell.

BTSV gegen FCM: Formstarkes Aufeinandertreffen

Lautern (2:0), Dresden (3:2) und dann auch noch Schalke (1:0) - in drei von vier Partien vor der Winterpause drehte die Eintracht gehörig auf und erspielte sich einen Lauf, der nicht nur Cheftrainer Heiner Backhaus froh machte. Sportlich schmerzhaft ist allerdings der Abgang von Christian Conteh, der sechs Monate vor Vertragsende immerhin noch eine siebenstellige Ablösesumme in die BTSV-Kassen spülte. Direkt zum Auftakt gibt es zwei wichtige Duelle im Tabellenkeller für die Braunschweiger, die anschließend wissen werden, wo sie wirklich stehen.

Ein vergleichbares Erfolgsprogramm schrieb der FCM vor Winterpause, der sich ebenfalls mit drei Siegen und einem Unentschieden aus der Abstiegszone befreite. Die Magdeburger sind jetzt das rettende Ufer, das es zu verteidigen gilt. Dazu verkleinerte Sportchef Otmar Schork bereits den Kader um Abu-Bekir Ömer El-Zein, der zum SSV Ulm 1846 wechselte. Und auch das Transfer-Drama um Andi Hoti findet noch kein Ende, denn die Magdeburger wollen ungerne einen direkten Konkurrenz im Abstiegskampf wie beispielsweise Dresden verstärken. Der Fokus auf die eigenen Stärken wird umso mehr betont werden.

Hertha gegen S04: Berlin im Topspiel unter Druck

Wenn nicht jetzt, wann dann? Hertha BSC muss einen Rückstand zu den Spitzenplätzen aufholen. Ein Sieg gegen den Tabellenführer wäre daher enorm wichtig - in erster Linie wegen der Punkte, aber auch als Signal für die Rückrunde. Denn ein Fehlstart, wie er zu Beginn der Saison unterlief, wäre für die Ambitionen der Berliner ein Stimmungskiller. Das Visier der Hertha wird daher schon mit dem ersten Anpfiff des Jahres hochgeklappt sein.

Trotz ihrer komfortablen Ausgangslage an der Tabellenspitze wird sich auch der FC Schalke 04 nicht in Zufriedenheit ergeben. Die Königsblauen haben die beste Punktausbeute eines Herbstmeisters seit der Saison 2018/19, doch die Konkurrenz ist nicht weit entfernt - gerade einmal vier Punkte beträgt der Vorsprung zu Platz 3, obwohl die Hinrunde der Gelsenkirchner so gut war. Entsprechend ist Schalke gewarnt, zumal der damalige Herbstmeister - nämlich der Hamburger SV - am Saisonende auch nicht aufstieg.

SGD gegen Fürth: Kellerkrimi an der Elbe

Neu-Sportchef Sören Gonther hatte in den ersten Tagen seiner Amtszeit alle Hände voll zu tun. Vier Leihgeschäfte und ein fester Transfer wurden offiziell unter dem neuen Mann abgeschlossen, sodass die Dresdner die meisten Zugänge aller Zweitligisten in der Winterpause verzeichneten. Eine Notwendigkeit, um die Qualität des Kaders zu erhöhen. Nicht ohne Grund steht die SGD mit einem Rückstand von vier Punkten zum rettenden Ufer auf dem letzten Tabellenplatz. Jetzt müssen direkt zum Auftakt frische Punkte her, um das Feuer für die Rückrunde zu entfachen.

Ähnlich sieht es in Fürth aus, denn das Kleeblatt war durch die Niederlage im Krisenduell mit Düsseldorf (1:2) vor der Winterpause auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht. Alle Hoffnung ruht auf Cheftrainer Heiko Vogel, denn auf dem Transfermarkt ist bislang nicht viel passiert - Doni Arifi wurde als neuer Sechser für das defensive Mittelfeld vorgestellt, um die schwache Abwehrleistung der Fürther zu stabilisieren. Und auch Aiman Dardari kam, um die Offensive zu beleben. 44 Gegentore in 17 Partien sind eine gewaltige Zahl, die nur Böses erahnen lässt, wenn im Kellergipfel keine Besserung eintritt.

FCK gegen H96: Verlieren im Verfolgerduell verboten

Die Roten Teufel wollen im Aufstiegsrennen unter dem Radar fliegen, doch momentan fehlen sechs Zähler zum dritten Rang für eine gefährliche Rolle. Zum Auftakt dürfen sich die Lautrer im Verfolgerduell daher keine Niederlage am Betzenberg erlauben, sonst führt der FCK bald nur noch als graue Maus das Mittelfeld der Tabelle an. Verstärkung fand Lautern in Norman Bassette (Coventry City/Leihe). Eine Soforthilfe, die den FCK wieder in die richtige Rolle bringen?

Hannover 96 droht ein ähnliches Schicksal, denn auch die Niedersachsen sollten am Betzenberg bestenfalls nicht als Verlierer vom Platz gehen, um den Anschluss an die Spitzenplätze nicht zu verlieren. Drei Spieler wurden verpflichtet, zwei Spieler und ein vorzeitiger Leih-Rückkehrer wieder abgeben. Die Fluktuation bei den Roten ist für winterliche Verhältnisse groß, aber Cheftrainer Christian Titz möchte die Stellschrauben für eine erfolgreiche Rückrunde ziehen - zumal mit Sportchef Jörg Schmadtke ein neuer Kaderplaner am Ruder sitzt.

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