Offiziell! Neuer 96-Sportchef heißt Jonas Boldt

Bereits vor einigen Tagen war das Gerücht durchgesickert, dass Jonas Boldt bei Hannover 96 als offizieller Nachfolger von Jörg Schmadtke übernehmen könnte. Jetzt ist der 44-Jährige tatsächlich zurück im Profifußball. Zwei Jahre nach seinem Aus beim Hamburger SV wird Boldt in wenigen Tagen bei den Niedersachsen als Sport-Geschäftsführer starten.

"Zukunftsorientierte Denkweise"

Zuletzt mehrten sich die Berichte, dass Hannover 96 vor einer planungstechnischen Krise steht. Doch ab sofort wird Jonas Boldt die Geschicke der Roten als Sport-Geschäftsführer in die Hand nehmen. Schon am Montag wird der 44-Jährige starten. "Mit Jonas Boldt haben wir einen Geschäftsführer Sport gewonnen, der an seinen bisherigen Stationen die sportliche Entwicklung von Klubs immer über Jahre verantwortet und nachhaltig gestaltet hat", freut sich Aufsichtsratsvorsitzender Ralf Nestler über die Verpflichtung des neuen Sportchefs. "Wir sind überzeugt, dass er mit seiner Expertise und seiner modernen, zukunftsorientierten Denkweise sehr gut zu Hannover 96 passt."

Boldt ist besonders aus seiner Zeit als Sportvorstand vom Hamburger SV bekannt. Der ehemalige Leverkusener kämpfte von 2019 bis 2024 um die Rückkehr in die Bundesliga, die schließlich unter Stefan Kuntz als seinem Nachfolger gelang. Erfahrungen, die der 44-Jährige jetzt in Hannover einbringen möchte. "Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, künftig Verantwortung bei Hannover 96 zu übernehmen, und gehe die Aufgabe mit großem Tatendrang an. Die Gespräche waren von Anfang an offen, klar und vertrauensvoll", findet Boldt. "Jetzt geht es darum, den Klub schnell gut kennenzulernen und gemeinsam mit Ralf Becker und dem Trainerteam um Christian Titz die sportliche Zukunft zu gestalten. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir hier in Hannover gemeinsam viel Positives erreichen und entwickeln können."

"Wissenskompetenz, Marktkenntnis und Erfahrung"

Von Januar bis März betreute Jörg Schmadtke die Niedersachsen als Sport-Geschäftsführer, doch mit dem Nachfolger von Marcus Mann kam es schnell zum Bruch. Gerüchten zufolge soll der ehemalige Erfolgsmanager schon im Winter am Trainerstuhl von Christian Titz gesägt haben, der mit Hannover erst am 34. Spieltag die Bundesliga-Relegation verpasste. Danach hatte Sportdirektor Ralf Becker die Aufgaben in Personalunion mit Geschäftsführer Henning Bindzus übernommen, nun kommt Boldt dazu.

"Jonas Boldt bringt ein hohes Maß an Wissenskompetenz, Marktkenntnis und Erfahrung im Profifußball mit. Er hat über viele Jahre in verantwortlichen Positionen gearbeitet", ist auch Martin Kind überzeugt. "In den gemeinsamen Gesprächen hat er ein sehr klares Bild davon vermittelt, wie er den sportlichen Bereich strukturieren und entwickeln möchte." Boldt verantwortet künftig die Lizenzmannschaft sowie die 96-Akademie und erhält einen Vertrag mit Gültigkeit bis 2029.

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