RB Leipzig siegt weiter und setzt sich langsam ab

Die Berichterstattung über RB Leipzig ist meist negativ. Oft ist von Kommerz, fehlender Fankultur oder manchmal sogar von sportlichen Mängeln die Rede. Letztere treten in dieser Saison im Hinblick auf die spielerische Note auch immer wieder zu Tage, am Ende ist Fußball aber ein Spiel der Zahlen. Und das kann man drehen und wenden wie man will: diese stimmen bei den Roten Bullen in der Spielzeit 2015/2016.

Nach dem klaren Heimsieg gegen den FSV Frankfurt am Sonntag hat die Truppe von Ralf Rangnick den bisherigen Tabellenführer aus Freiburg überholt. Der Vorsprung aus einen nicht-direkten Aufstiegsrang beträgt sogar schon acht Punkte. Wer jetzt noch wetten sollte, dass die Leipziger es nicht schaffen - nun, der hat wohl kein sehr inniges Verhältnis zu seinem Geld.

Die Partie gegen die Hessen wird aber sicher nicht wahnsinnig lange in Erinnerung bleiben. Die von Ex-RB-Coach Tomas Oral trainieren FSVler hielten den Laden eine Halbzeit lang zusammen, um dann innerhalb von zehn Minuten völlig auseinander zu fallen. Drei Tore gelangen den Messestädtern zwischen der 58. und 67. Minute - zweimal traf Marcel Sabitzer, außerdem war Mittelfeldmotor Dominik Kaiser erfolgreich. Bei besserer Chancenverwertung und etwas mehr Aufmerksamkeit beim Ehrentreffer der Gäste hätte der Erfolg noch um einige Tore höher ausfallen können.

Mit der Partie am kommenden Wochenende bei der SpVgg Greuther Fürth schließen die Roten Bullen ihr Fußballjahr ab. Es wird in der Winterpause interessant sein zu sehen, ob die Verantwortlichen mit ihrem spielerischen Personal zufrieden sind oder ob nochmals hochkarätig nachgerüstet wird. Dass finanzielle Mittel dafür vorhanden sind, versteht sich von selbst. Der Aufstieg jedenfalls, das steht fest, ist beim aktuellen Stand der Dinge nicht mehr nur das Ziel - sondern die absolute Pflicht.

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