St. Pauli klopft nach Auswärtssieg in Nürnberg oben an

Ein großes Kämpferherz, eine gehörige Portion Glück und eine der wenigen Chancen zum Torerfolg genutzt: Nach dem 1:0-Erfolg beim 1. FC Nürnberg herrscht gute Stimmung am Millerntor. Die Kiezkicker haben bereits jetzt so viele Punkte auf dem Konto wie in der vergangenen Spielzeit nach 16 Begegnungen.

Beste Chance eiskalt genutzt

St. Pauli rangiert auf Rang fünf und ist punktgleich mit einem Aufstiegsplatz. Das Tor von Waldemar Sobota bedeutete zugleich den zweiten Auswärtssieg in der noch jungen Saison. Aufgrund vieler Verletzungen war Pauli-Coach Olaf Janßen mit einer Notelf in Nürnberg angetreten.

Olaf Janßen zeigte sich nach dem Spiel bei der Pressekonferenz hocherfreut über den Sieg, übte jedoch auch Kritik an seinem Team. "Meine Mannschaft hat tollen Einsatz und herausragenden Willen gezeigt, allerdings haben wir auch viele leichte Fehler gemacht und den Gegner immer wieder aufgebaut", wird der Coach auf der vereinseigenen Homepage zitiert. "Die Mannschaft weiß, dass wir fußballerisch so nicht auftreten sollten. Auch die Konter und die Umschaltsituationen haben wir nicht so gut ausgespielt“, bemängelte Janßen.

Torschütze hat bereits Ingolstadt im Kopf

Ähnlich äußerten sich nach Abpfiff auch seine Spieler. Kapitän Bernd Nehrig: "Morgen fragt keiner mehr nach dem Glück, das wir heute hatten. Wir sind heute über die Kompaktheit gekommen. In der Mannschaft sind 28 Spieler, die im Training alles aus sich herausholen. Jeder trägt hier seinen Teil bei. Das bringt uns nach vorne. Die zehn Punkte nehmen wir gerne mit.“ Der einzige Torschütze des Abends, Waldemar Sobota, hat bei aller Freude bereits den nächsten Gegner im Blick. "Natürlich ist es ein super Gefühl, das entscheidende Tor zu erzielen. Ich habe mich in den vergangenen Wochen schon gut gefühlt. Super, dass es heute geklappt hat. Beim Tor habe ich auf den Weg in die Tiefe spekuliert und war am Ende schneller als der Nürnberger. Nun geht es für uns darum, dass wir uns weiter auf das nächste Spiel konzentrieren und den Fokus voll auf Ingolstadt legen. Das wird wieder ein sehr schweres Spiel.“ Den Bundesliga-Absteiger empfängt die Janßen-Elf am Samstag.

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