Fortuna Düsseldorf: "Wir schwimmen gerade alle auf einer Welle"

Trotz der beiden frühen Treffer durch Rouwen Hennings und Jean Zimmer musste Fortuna Düsseldorf im Spiel gegen den MSV Duisburg doch lange Zeit um den Sieg im Derby bangen. Die Gäste zeigten sich offensiv sehr präsent und hätten bei einer besseren Chancenverwertung durchaus etwas Zählbares mitnehmen können. Düsseldorf bleibt neben der Tabellenführung in der Länderspielpause zudem die Erkenntnis, dass die Torhüter-Position auch in der Breite gut besetzt ist.

Zwei Tore nach sechs Minuten

"Kein taktisches Geplänkel, sondern ein offener Schlagabtausch", zog Friedhelm Funkel nach dem Derby gegen den MSV Duisburg sein Fazit und dachte dabei auch an die 41.000 Menschen, die den Weg in die Düsseldorfer Arena gefunden hatten. "Ich glaube, dass die Zuschauer heute zufrieden nach Hause gehen und ein sehr abwechslungsreiches und gutes Zweitligaspiel gesehen haben." Bereits nach sechs Minuten lag seine Elf mit 2:0 in Führung, da dachte manch ein Fan womöglich schon an ein Schützenfest. Doch die Duisburger steckten keinesfalls auf und suchten ihr Glück in der Offensive, so dass sich Fortunas Torhüter Raphael Wolf fortan mitten im Geschehen wiederfand.

Als Ersatz für den mit einer Rippen-Blessur noch nicht wieder spielfähigen Michael Rensing im Kasten, hielt der 29-Jährige zunächst einen selbst verschuldeten Elfmeter von Moritz Stoppelkamp (12.) und war auch in der Folge immer wieder zu starken Paraden gezwungen. Kurz vor der Pause riskierte Wolf dann für die Zwei-Tore-Pausenführung sogar seine eigene Gesundheit, als er nach einer Parade gegen Stoppelkamp (41.) mit dem Kopf voran gegen den Pfosten knallte. Eine Szene mit Folgen, denn nach einer Stunde ging es schließlich nicht mehr weiter für Wolf, es kam das Profidebüt des 20-jährigen Tim Wiesner.

Charakter gezeigt

"Das realisiert man erst gar nicht, weil man sich direkt auf das Spiel konzentrieren muss", gab sich Wiesner nach der Begegnung, die für ihn ohne Gegentor zu Ende ging, lässig und wusste auch den 3:1-Sieg professionell einzuordnen. "Wir schwimmen gerade alle auf einer Welle, können das, was aktuell passiert, aber auch gut einschätzen." Er schlug damit in die gleiche Kerbe wie schon sein Trainer Friedhelm Funkel, der bereits vor dem Spiel betont hatte, es gelte die Spannung hochzuhalten und trotz des momentanen Erfolges nicht abzuheben. Gegen eine starke Duisburger Mannschaft, die am Ende fast 30 Torschüsse vorzuweisen hatte, wäre auch ein anderes Ergebnis am Ende durchaus denkbar gewesen. "Mir ist wichtig, dass wir wieder Charakter gezeigt haben und als Sieger vom Feld gegangen sind", lobte Funkel daher abschließend sein Team, dass am Ende einfach im Abschluss kälter war und damit verdient an der Tabellenspitze der zweiten Liga bleibt.

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