0:3 in Paderborn: Dynamo hadert mit der eigenen Chancenauswertung

Bei Dynamo Dresden scheint derzeit nicht wirklich klar zu sein, wo die Reise hingeht. Zwar steht die Mannschaft nach der 0:3-Niederlage beim SC Paderborn weiterhin im Tabellenmittelfeld der zweiten Liga, holte aus den vergangenen drei Spielen allerdings nur einen Zähler und zeigte auch an der Pader mittlerweile bekannte Schwächen. Trainer Maik Walpurgis sprach im Anschluss an die Partie von einer verdienten Niederlage.
Dynamos Abschlussschwäche besiegelt die Pleite
Nur das Torverhältnis trennte die SG Dynamo Dresden vor Spielbeginn vom Paderborner Kontrahenten, beide belegten mit 22 Zählern einen Platz im Tabellenmittelfeld. Während nach Halbzeit eins zumindest noch im Ansatz von einem Kräftegleichgewicht gesprochen werden konnte, machte der SC Paderborn es im zweiten Durchgang deutlich. Das 0:3 bei den Ostwestfalen deckte erneut eklatante Schwächen im Spiel der Dresdner auf. Gerade im Abschluss hapert es derzeit, wie auch Mittelfeldspieler Patrick Ebert gegenüber "Dynamo-TV" feststellte: "Wir reden die ganze Saison darüber: Unsere Torchancenverwertung ist einfach nicht gut genug."
Dies zeigte sich im Laufe der 90 Minuten mehrfach auf sehr deutliche Weise: Schon im ersten Durchgang hatte Aosman nach einer Atik-Hereingabe das 1:0 auf dem Fuß - trat allerdings am Ball vorbei (32.). Da auch Paderborn mehrere Chancen vergab, war der torlose Halbzeitstand zunächst das gerechte Ergebnis. Im zweiten Durchgang erhöhten die Hausherren jedoch die Schlagzahl. Zunächst veredelte Zolinski einen mustergültigen Konter mit einem Schuss in die rechte Torecke (54.). Dynamo steckte nicht auf, kam immer wieder gefährlich vor das Paderborner Gehäuse - und stellte aufs Neue die eigene Abschlussschwäche unter Beweis. "Nach dem 0:1 haben wir drei, vier gute Möglichkeiten", so Dynamo-Trainer Walpurgis über diese Phase. "Da hätten wir sicherlich auch den Ausgleich schießen müssen." Stattdessen musste Torhüter Schubert den Ball erneut aus dem eigenen Tor holen: Michel köpfte eine Gueye-Flanke zum 2:0 für die Gastgeber ein (77.). Damit war die Partie entschieden, in der Nachspielzeit schraubte Klement das Ergebnis für die Paderborner gar noch in die Höhe (90.+3).
Ebert: "Ein gebrauchter Tag"
Nach Spielende war den Dynamo-Akteuren um Übungsleiter Maik Walpurgis die Ernüchterung nur allzu deutlich anzumerken. Für den Trainer war die Niederlage "durchaus über die Spieldauer verdient, wobei ich auch sagen muss, dass ich meiner Mannschaft bis zum 0:2 keinen Vorwurf machen kann. Wir waren da sehr gut im Spiel, haben durchaus unsere Möglichkeiten gehabt."
Etwas deutlicher wurde hingegen Patrick Ebert. Der Offensivspieler der Sachsen ärgerte sich über die fahrlässige Chancenverwertung ebenso wie über Nachlässigkeiten in der Defensive. "Das ist ein Armutszeugnis, das geht so nicht." Entsprechend auch Eberts knappe Zusammenfassung der Auswärtsreise: "Ein gebrauchter Tag." Dynamo spielt noch vor Weihnachten zum Rückrundenauftakt beim MSV Duisburg. Soll der Blick im zweiten Saisonabschnitt nicht nach unten gehen, muss die Walpurgis-Elf zumindest einen Zähler aus dem Ruhrgebiet entführen.