VfL: Remis in Hannover erkämpft, aber Tore fehlen

Ein 0:0-Unentschieden gegen Hannover 96 sorgt beim VfL Osnabrück für den nächsten Punkt auf dem langen Weg zum Klassenerhalt. Dabei war es das dritte Spiel in Folge, in dem die Lila-Weißen keinen eigenen Treffer erzielen konnten - und trotzdem zufrieden sind.
"In alles reingeworfen"
Drittliga-Aufsteiger gegen Bundesliga-Absteiger: Die Vorzeichen im Duell der Osnabrücker gegen Hannover 96 waren klar darauf ausgerichtet, dass die Favoriten nicht von der Bremer Brücke kamen. Einen anderen Eindruck gewann auch Cheftrainer Daniel Thioune nicht, denn der erhielt von den Niedersachsen das, was er erwartet hatte: "Wir wussten, dass wir das Spielgerät nicht ganz so oft haben werden.
Aber in den Räumen, in denen wir aktiv werden können, mussten wir auch aktiv werden." Insbesondere in der Defensive waren die Osnabrücker entsprechend gefordert. "Meine Mannschaft hat über 90 Minuten sehr konzentriert und intensiv verteidigt und sich in alles reingeworfen, was da lag", zeigte sich Thioune mit der Abwehrleistung auch zufrieden.
Thioune will ankommen
Nach vorne hin sieht die Geschichte des Spiels anders aus. Das torlose Remis war bereits das dritte Spiel in Folge ohne eigenen Treffer, das fünfte insgesamt. Genauso lange warten die Osnabrücker inzwischen auf einen Sieg. "Ich habe schon mehrfach betont, dass wir erst einmal ankommen müssen in dieser Liga", verwies Thioune darauf, dass als Aufsteiger nicht zu viel von den Lila-Weißen erwartet werden dürfte.
Aber: "Wenn wir dann in Hannover diese Nadelstiche bekommen, müssen wir sie auch mal nutzen." Beinahe wäre den Osnabrückern dies auch gelungen, der Cheftrainer verwies auf Chancen von Kevin Friesenbichler und Anas Ouahim. "Mein abschließendes Fazit wäre, diesen Punktgewinn dann auch als Punktgewinn anzusehen", forderte der Übungsleitern von den Kritikern, die den VfL noch auf einem langen Weg bis zum Klassenerhalt sehen.