Die wichtigsten Spiele des 11. Spieltags

Der goldene Oktober geht an diesem Wochenende langsam in den nasskalten November über und in der 2. Bundesliga stehen bei einigen Vereinen ebenso stürmische Zeiten an. Auf drei Spiele werfen wir an diesem Wochenende ein besonderes Auge. Ein Spitzenspiel, ein Derby und ein Treffen mit alten Bekannten stehen auf dem Programm.

Hamburg gegen Stuttgart

Das langersehnte Spitzenduell in der 2. Bundesliga steigt am Samstag. Der HSV begrüßt den VfB zum Doppelduell in Liga und Pokal (Dienstag) im Hamburger Volksparkstadion. Für beide Teams der große Gradmesser in der Hinrunde. Favorit ist der HSV, der in dieser Saison im eigenen Wohnzimmer ungeschlagen ist und erst ein Gegentor in seinen Heimspielen kassiert hat. Dieter Hecking hat den kriselnden Traditionsklub stabilisiert und auf Kurs gebracht. Die schlagkräftige und gut besetzte Offensive wird getragen von einer soliden Abwehr. Nach einem 1:1 gegen Arminia Bielefeld könnten sich die Hanseaten mit einem Sieg erstmals an der Spitze absetzen.

Der VfB ist nach zwei bitteren Heimpleiten gegen Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel angeschlagen. Coach Tim Walter muss zudem zweimal auf seinen erfahrensten Abwehrspieler Holger Badstuber verzichten. Nathaniel Phillips und Maxime Awoudja wären die zwei potenziellen Alternativen, die es mit den Hamburger Sturm um Hinterseer, Harnik und Co. aufnehmen müssten. Keine leichte Aufgabe für ein junges Talent in der 2. Bundesliga. Zurückstecken möchte der VfB aber in keinem Fall. Selbst gegen den Mitkonkurrenten um den Aufstieg zählt für Tim Walter nur einen Sieg. Die Fans dürfen sich auf einen heißen Schlagabtausch am Samstag freuen.

Nürnberg gegen Regensburg

Zum fränkischen-bayrischen Schlagabtausch kommt es am Sonntag im Max-Morlock-Stadion. Der Club empfängt den Jahn und die Gäste gehen mit breiter Brust in das Duell mit dem Konkurrenten aus Nürnberg. Trotz des Abgangs einiger Leistungsträger und Chefcoach Beierlorzer hat sich der SSV nach schwachem Start in der Tabelle nach oben gearbeitet. Zwei Siege in Folge bedeuten für die Mannschaft von Mersad Selimbegovic derzeit Rang 5. Die Lebensversicherung des Jahns steht im Sturm, Routinier Marco Grüttner trifft auch noch mit 34 Jahren und seine drei Scorer in den letzten drei Spielen waren essenziell.

Dort wo der Jahn steht, möchte auch der Club unbedingt hin. Nach einem zähen Start hatten die Nürnberger eigentlich ihren Rhythmus gefunden, lediglich mit der Punkteausbeute konnte man nicht zufrieden sein. Nach sechs ungeschlagenen Spielen in Folge setzte es am vergangenen Freitag in Aue wieder eine Pleite und auch hier gaben die Nürnberger einen wertvollen Punkt in den Schlussminuten aus der Hand. In der Zentrale fehlt ausgerechnet Abwehrrecke Sörensen im Duell gegen seinen Ex-Verein. Damir Canadi wird einen Weg finden müssen, um die löchrige Abwehr zu schließen und zu stabilisieren. Ein Sieg ist gegen den Rivalen aus der Oberpfalz definitiv Pflicht, will der Bundesliga-Absteiger nicht schon frühzeitig in der Saison den Anschluss an die oberen Tabellenplätze verlieren.

Dresden gegen Bielefeld

Während sich der HSV und der VfB im direkten Duell Punkte abnehmen werden, hat die Arminia als Dritter die Chance auf einen direkten Aufstiegsplatz zu springen. Flussaufwärts an der Elbe in Dresden wird die Mannschaft von Uwe Neuhaus vom Tabellenvorletzten Dynamo Dresden empfangen. Ein besonderes Spiel für den Gäste-Trainer, schließlich leitete Neuhaus bis Anfang der letzten Saison die Geschicke an der Seitenlinie für die SGD. Die zweitbeste Offensive der Liga trifft auf die drittschlechteste Defensive. Ein besonderes Auge ruht daher auf die beiden Top-Torjäger Klos und Voglsammer.

Schützenhilfe wird Dynamo am Wochenende freiwillig aber nicht geben. Nach drei bitteren Pleiten ist die SGD auf einen direkten Abstiegsplatz gerutscht und Christian Fiél gerät mehr und mehr in die Kritik. Noch stellte sich Sport-Boss Ralf Minge demonstrativ vor seinen Trainer. Hält der Negativtrend aber an und verliert Dynamo weiterhin Spiele durch individuelle Fehler und eine löchrige Abwehr, dann dürfte das Eis für den einstigen Publikumsliebling an der Elbe immer dünner werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"