Ausgliederung perfekt: KSC gelingt wichtiger Vereinsschritt

Ende Juni wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Karlsruher SC beschlossen, dass die Fußballabteilungen des Vereins ausgegliedert werden soll. Knapp 88 Prozent der Mitglieder folgten dem Vorschlag des eingerichteten Ausgliederungsausschuss, nun wurde das Vorhaben in die Tat umgesetzt.
"Entscheidende Weiche gestellt"
Rückwirkend zum 1. Januar 2019 werden die Profis des Karlsruher SC, sowie die U19- und U17-Mannschaften des Vereins aus dem e.V. ausgegliedert und in eine GmbH & Co. KGaA umgewandelt - dies beschlossen die Mitglieder des KSC auf einer außerordentlichen Versammlung Ende Juni. Gestern wurde der Schritt vollzogen, Präsident Ingo Wellenreuther zeigte sich erfreut: "Dieser Schritt ist für unseren Verein genauso wichtig gewesen, wie damals die Fusion 1952. Mit der Ausgliederung haben wir eine entscheidende Weiche für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins gestellt."
Vorausgegangen war dem Prozess eine komplette Lizenzierung durch die Deutsche Fußball Liga, da die neu enstandene Kommanditgesellschaft auf Aktien nun der offizielle Lizenznehmer ist - in der laufenden Saison wurde die Lizenz weiterhin erteilt.
Aktienverkauf beim KSC geplant
Nun soll die Thematik rund um einen Aktienverkauf, an dem sich Mitglieder und Fans beteiligen können, Fahrt aufnehmen. Finanziell soll dies den KSC wieder stabilisieren, denn die Einnahmen sollen dazu genutzt werden, um "bestehende Verpflichtungen aus der Vergangenheit und deren hohe laufenden Kosten abzulösen". Präsident Wellenreuther verspricht: "Der KSC war vor der Ausgliedeung der KSC und wird es auch weiterhin bleiben. Wir haben den Profibetrieb nun in ein modernes und zukunftsfähiges Unternehmen überführt."
Der Einstieg eines Investors spiele dabei überhaupt keine Rolle. "Dabei ist es uns auch in Zukunft sehr wichtig, jederzeit die 50+1-Regel und die Rechte der Vereinsmitglieder zu wahren. In der Satzung und im Gesellschaftsvertrag wurde entsprechend Vorsorge getroffen", verkündet Wellenreuther und sorgt damit möglichen Bedenken vor. Nun gilt es für den KSC, auch sportlich den richtigen Weg einzuschlagen und den gelungenen Saisonstart zu bestätigen.