Osnabrück: Thiounes Kopfzerbrechen über die T-Frage

Angesichts von sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone herrscht beim VfL Osnabrück vor dem Start in den zweiten Saisonabschnitt Mittwoch gegen den SVS Sandhausen grundsätzlich Gelassenheit. Das dominierende Thema an der Bremer Brücke vor dem ersten Punktspiel im neuen Jahr ist alleine die Torwartfrage.

"Entscheidung kann nur richtig sein“

Cheftrainer Daniel Thioune hielt sich vor dem Abschlusstraining hinsichtlich seiner Entscheidung zwischen Philipp Kühn und dem wiedergenesenen Nils Körber noch bedeckt. "Das bereitet uns schon Kopfzerbrechen, aber wir werden auf jeden Fall einen guten Torhüter ins Tor stellen. Dadurch kann eine Entscheidung nur richtig sein“, sagte Thioune auf der Spieltags-Pressekonferenz.

Die T-Frage ist durch Körbers ausgeheilte Beckenverletzung und aufgeholten Trainingsrückstand bei den Niedersachsen wieder aufgekocht. Nachdem Körber in den ersten vier Punktspielen der Saison die erklärte Nummer eins gewesen war, rückte Kühn durch den Ausfall des Stammkeepers zwischen die Pfosten des Aufsteigers – und machte seine Sache insgesamt gut.

"Ich werde mich mit unserem Torwart-Trainer Rolf Meyer besprechen“, sagte Thioune zu der keineswegs leichten Situation und ließ dabei auch persönlichen Bezug erkennen: „Wir treffen die Entscheidung sicherlich als Team, aber am Ende treffe eben ich sie.“

Neugier auf Ceesay – Trapp un Engel wieder fit

Gespannt sind die Fans der Lila-Weißen allerdings auch auf das Debüt von Neuzugang Assan Ceesay. Ob der erst kürzlich vom FC Zürich zunächst nur ausgeliehenen Stürmer aus Gambia jedoch auch gleich gegen Sandhausen zum Zuge kommen wird, ließ Thioune offen.

Grundsätzlich aber verspricht sich der Ex-Profi von dem Afrikaner viel: "Er soll ja nicht am Mittwoch schon die Netze zerschießen, er ist ja jetzt noch nicht lange bei uns und muss sich erst an alles gewöhnen. Aber er verschafft uns mehr Möglichkeiten in der Offensive, weil er in die Tiefe geht, Tempo hat und abschlussstark ist. Ich bin sicher, dass Assan für uns eine Waffe in der Offensive sein kann.“

Auf ihre Saisondebüts konkret hoffen dürfen unterdessen die Langzeitverletzten Maurice Trapp und Konstantin Engel. Trapp hat seine seit Saisonbeginn bestehenden Rückenprobleme ebenso auskuriert wie Engel die Folgen seines Schien- und Wadenbeinbruchs aus dem vergangenen Frühjahr. „"Ich bin froh, nach so langer Zeit wieder dabei sein zu können“, sagte Trapp.

Thioune ließ auch schon durchblicken, dem gebürtigen Berliner gegen Sandhausen auch Spielzeit geben zu wollen: "Er hat sich mit Leistung angeboten und ist auch wieder auf dem Niveau der anderen Innenverteidiger.“

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