Stuttgart unter Druck: Verfolger im Spitzenspiel gefordert
Während die Stuttgarter zuletzt im Aufstiegskampf bei Greuther Fürth schwächelten, zog der Spitzenreiter aus Bielefeld seinen Siegeszug konsequent durch. Nun trifft der VfB unmittelbar auf den Aufstiegskonkurrenten und wird gefordert sein, die Ostwestfalen nicht davonziehen zu lassen.
"Waren alle down und sauer"
Eine Niederlage der Stuttgarter reichte aus, dass sich Spitzenreiter Arminia Bielefeld in der Tabelle absetzen konnte. Nur eine Woche darauf will VfB Cheftrainer Pellegrino Matarazzo den Abstand zu den Ostwestfalen im direkten Duell wieder verkürzen. "Wir waren nach der Niederlage in Fürth alle down und sauer", ärgerte sich der US-Amerikaner immer noch über die Pleite in der Vorwoche, aber: "Wir haben es aufgearbeitet und abgehakt. Ab dem ersten Trainingstag waren alle wieder voll fokussiert."
Nach einer "sehr intensiven und guten Trainingwoche" freut sich das Team nun auf das Spitzenspiel vor eigenem Publikum. Eine einfache Aufgabe wird es nicht, dessen war sich Matarazzo bewusst: "Die Bielefelder sind sehr gut eingespielt. Sie strahlen eine Stabilität aus und ihr Spiel ist sehr kontrolliert."
Matarazzo fordert Qualität
Matarazzo verweist darauf, dass die Ostwestfalen gerade in den "sensiblen Phasen" eines Spiel sehr stark sei. Das heißt, dass die Bielefelder ihre Tore zu den richtigen Zeitpunkten schießen - und das machen sie nicht selten: "Bielefeld schießt sehr viel Tore und lässt wenig Chancen zu." Dagegen gilt es sich jetzt für die Schwaben zu wehren, um nicht den Anschluss zum Spitzenreiter zu verlieren.
Matarazzos Forderung im Duell zwischen dem Ersten und Zweiten ist klar definiert: "Wir wollen unsere Qualität auf den Platz bringen und drei Punkte holen." Andernfalls droht den Stuttgarten nicht nur das Abrutschen auf den undankbaren Aufstiegs-Relegationsplatz, sondern auch die beinahe sichere Vergabe des ersten Aufstiegsplatzes. "Wir hoffen, dass wir einen schönen Fußballabend erleben werden", lächelte Matarazzo die Umstände angesichts des wachsenden Drucks auf die Stuttgarter weg.