Luhukay glückt der Re-Start: "Positiv, aber auch glücklich"

Mit einem Erfolgserlebnis konnte der FC St. Pauli die Wiederaufnahme des Spielbetriebs feiern. Beim 1:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg waren die Hamburger zwar nicht das bessere Team, wie die Akteure selbst zugaben, durften aber dank einer Einzelleistung von Stürmer Viktor Gyökeres trotzdem jubeln. Eine Rote Karte gab den Anstoß dazu.

St. Pauli als "glücklicher Gewinner"

"Ich habe dann den Ball von Waldi bekommen, bin nach innen gezogen und habe ihn ins lange Eck geschossen", erklärte Viktor Gyökeres das Zustandekommen seines Treffers, an dem auch Waldemar Sobota im entferntesten Sinne beteiligt war. Den Großteil des Siegtores ging auf die Kappe des jungen Schweden, der seine Mannschaft mit dieser Einzelleistung auf die Siegesstraße brachte.

Das lag aber nicht unbedingt nur an der Leistung der FCSP-Spieler, sondern auch am Unvermögen der Nürnberger. Das gab jedenfalls auch der Torschütze später zu: "Wir haben hart gearbeitet und sie haben nicht getroffen." So sah es auch Cheftrainer Jos Luhukay, der sich als "glücklicher Gewinner" gegenüber einem "Gegner mit großer Qualität" sah.

"Eine neue Atmosphäre"

"Das erste Spiel nach der Pause ist für uns positiv, aber auch durchaus glücklich ausgefallen", betonte der Niederländer gewissenhaft und unterstrich das starke Spiel des Gegners: "Wir haben gegen eine sehr starke Nürnberger Mannschaft gespielt, die uns vor Probleme gestellt hat. Sie haben sehr gut verteidigt und von Abwehr auf Angriff umgeschaltet." Am Ende blieben die drei Punkte trotzdem im Millerntor, was für den FCSP ganze fünf Punkte Vorsprung vor dem Abstiegs-Relegationsplatz bedeutet.

Einfach wurde das im sonst ausverkauften Millerntor-Stadion nicht. Die leere Kulisse war gewöhnungsbedürftig, fand auch Kapitän Daniel Buballa: "Wir mussten uns erstmal an die Situation gewöhnen. Für jeden, der heute dabei war, war das eine neue Atmosphäre." Dass die Rote Karte gegen FCN-Keeper Christian Mathenia ein deutlicher Vorteil für die Hamburger war, stritt niemand ab. Aber auch in Überzahl blieb die Partie spannend, sodass Buballa seine Kollegen lobte: "Dennoch auch ein Kompliment an die Mannschaft, die das souverän runtergespielt hat und nicht nervös geworden ist." Am Ende wurden sie mit dem Sieg belohnt.

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