St. Pauli: Burgstaller-Comeback rückt immer näher

Beim FC St. Pauli zeichnet sich ein Überraschungs-Comeback von Guido Burgstaller noch vor der Weihnachtspause ab. Der Stürmer ist rund eineinhalb Monate nach seiner Bauchoperation wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und schürte damit die Hoffnungen beim leidgeprüften Anhang des Kiez-Klubs auf seine Rückkehr auf den Rasen bereits in einem der letzten Spiele des Jahres.

Voller Einsatz im Mannschaftstraining

St. Paulis Trainer Timo Schultz hielt sich vor dem Heimspiel des Tabellenvorletzten am Sonntag gegen Erzgebirge Aue mit allzu optimistischen Prognosen allerdings noch zurück: "Guido kennt seinen Körper am besten und hat Erfahrung genug, um einzuschätzen, wie weit er ist“, sagte der Coach in der Bild-Zeitung zu den Comeback-Spekulationen um den 31-Jährigen.

Die ersten Eindrücke von Burgstaller im ersten Training der Hamburger nach der 1:2-Pleite bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig deuteten jedenfalls auf große Fortschritte bei seiner Genesung hin. Der Ex-Schalker absolvierte die Einheit weitgehend mit vollem Einsatz. Lediglich im abschließenden Trainingsspiel setzte Burgstaller noch aus und lief stattdessen einige Runden um den Platz. Schon vor Wochenfrist hatte Schultz nach Burgstallers erstem Balltraining gemutmaßt, dass "er auf einem sehr gute Weg“ ist.

Dabei schien eine Rückkehr des Österreichers in die Mannschaft vor dem Jahreswechsel vor einigen Wochen nahezu ausgeschlossen. Der Heilungsprozess von seiner Gefäß- und Nierenverletzung machte lediglich schleppende Fortschritte. Burgstaller hatte im Oktober in St Paulis Duell mit dem 1. FC Nürnberg (2:2) durch einen Schlag auf den Bauch innere Blutungen und eine Verletzung der Nieren erlitten. Zwar spielte der Routinier bei seinem Debüt in der Anfangsformation der Hamburger zunächst noch weiter, doch in der Nacht nach der Begegnung fuhr der Ex-Nationalspieler wegen stärker werdender Schmerzen in die Klinik und musste operiert werden.

Für St. Pauli käme Burgstaller angesichts der anhaltenden Misere wie gerufen. Der letzte Sieg der Norddeutschen, die nach der Begegnung mit Aue bis Weihnachten noch auf die Würzburger Kickers und Fortuna Düsseldorf treffen,  liegt bereits mehr als zwei Monate zurück. In den anschließenden acht Spielen blieb die Schultz-Mannschaft sieglos und rutschte in dieser Zeit mit der mickrigen Ausbeute von nur drei Punkten in den Tabellenkeller. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt schon vier Punkte.

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