Kastenmeiers Emotionen: Jubel, Ärger und Jubel für Fortuna

Fortuna Düsseldorf kommt in Schwung, denn nach nach dem 2:1-Sieg gegen den Karlsruher SC stehen die Landeshauptstädter erstmals auf dem siebten Rang in der 2. Bundesliga. Verärgert waren die Rheinländer lediglich über den kuriosen Platzverweis von Torhüter Florian Kastenmeier, der seine Emotionen nach einem Strafstoß nicht unter Kontrolle hatte.

"Absolut dumme Aktion"

Am Ende des Spiels war der Jubel bei Florian Kastenmeier groß, aber der Stammkeeper der Fortuna applaudierte nur von der Tribüne aus. Über 70 Spielminuten lang flog der 23-Jährige durch den Strafraum und kratzte alles von der Linie, was auf seinen Kasten kam. Den teils spektakulären Paraden folgte das Unglück: Zuerst verursachte Kastenmeier beim ruhenden Ball der Gegner einen Elfmeter für Karlsruhe, dann schlug er die Kugel nach dem Anschlusstreffer frustiert weg - für beide Aktionen gab es die gelbe Karte, in Summe also Gelb-Rot.

"Absolut dumme Aktion", kommentierte Cheftrainer Uwe Rösler auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, versprach aber auch: "Darüber werden wir intern reden, wie wir das immer handhaben." Nur Innenverteidiger André Hoffmann knöpfte sich seinen Keeper schon auf dem Spielfeld vor, machte dem 23-Jährigen Stirn an Stirn eine lautstarke Ansage. Nun wird Raphael Wolf, der bei der Fortuna bereits zum Aufstiegskeeper avancierte, für ein Spiel im Kasten stehen. "Wie der Konkurrenzkampf in Zukunft aussieht, kann ich nicht sagen", wahrte Rösler eine neutrale Haltung und betonte, dass Kastenmeier bis dato "unheimlich viele Punkte geholt" hatte. Auch gegen den KSC.

Hennings will "Schwung mitnehmen"

Insgesamt lieferte die Fortuna nämlich eine ansprechende Leistung. "Mir hat imponiert, wie die Mannschaft sich spielerisch verbessert hat. Es war sehr gut, wie wir heute auswärts aufgetreten sind", wird der Cheftrainer auf der Fortuna-Homepage zitiert. Ein Tor zur Pausenführung und das knappe 2:1-Endresultat waren dem Übungsleiter fast schon zu wenig: "Eigentlich hätten wir das Spiel schon zur Halbzeit im sicheren Hafen haben müssen. Wir haben sehr viele Chancen kreiert, das war ein Schritt in die richtige Richtung."

Auch Stürmer Rouwen Hennings, der für Ersatzkeeper Wolf letztlich weichen musste, war vom Aufschwung der Düsseldorfer überzeugt. "Gerade offensiv" seien die Aktionen vermehrt aufgetreten, dazu legte Düsseldorf erstmals in dieser Saison mit zwei Siegen in Folge nach. Hennings versprach: "Diesen Schwung wollen wir mitnehmen." Schon am Mittwoch geht es weiter, dann wird Osnabrück zu Gast im Rheinland sein.

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