HSV zurück in der Spur: "Für jeden Sieg extrem hart arbeiten"

Der Hamburger SV ist eindrucksvoll aus seiner Krise zurückgekehrt und konnte beim Karlsruher SC schon wieder den dritten Sieg in Folge eintüten. Torjäger Simon Terodde netzte bereits zum 14. Mal in dieser Saison für die Elbstädter ein und schoss seine Mannschaft damit zurück auf den zweiten Platz. Das Lob des Stürmers gehörte dagegen Bakery Jatta.

"Baka war nicht zu stoppen"

180 Sekunden waren gespielt, da klingelte es am Montagabend zum ersten Mal im Karlsruher Kasten. Bakery Jatta startete sein Dribbling auf Höhe der Mittellinie und vollendete aus rund 20 Metern ungestört - nach zwei Siegen in Folge war der Hamburger SV schon früh wieder auf dem Kurs zum dritten Erfolg. "Ich bin sehr stolz auf die Truppe, wie wir bei diesen Bedingungen und den wirklich schwierigen Platzverhältnissen hier in Karlsruhe bestanden und gewonnen haben", lobte Torjäger Simon Terodde die Mannschaft, die nach Ende des Spiels tatsächlich als Sieger vom Platz ging. Ein besonderes Kompliment holte sich der Schütze zum frühen Führungstreffer ab: "Baka war ja in der ersten Hälfte quasi überhaupt nicht zu stoppen und hat uns eine Chance nach der anderen serviert."

Nur das Vollstrecken fiel dem HSV über weite Strecken der Partie nicht einfach. Nach einem individuellen Patzer - weil Josha Vagnoman vor dem entscheidenden Zweikampf ausrutschte - kam der Karlsruher SC zum Ausgleich. "In der ersten Hälfte müssen wir natürlich unsere Chancen besser nutzen und uns für unser starkes Spiel belohnen, daran hat es gehapert", kritisierte Torhüter Sven Ulreich daher die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Kasten. Aber dafür hat der HSV ja Simon Terodde.

Terodde auf Kurs

"Wir haben wieder gesehen, dass man in dieser Liga für jeden Sieg extrem hart arbeiten muss", sah auch HSV-Cheftrainer Daniel Thioune kein Spiel seiner Mannschaft, das für die Augenweide gedacht war. Aber die Hamburger konnten sich einmal mehr auf ihre Qualitäten verlassen: "Das haben wir getan und uns am Ende durch die wirklich geile Vorarbeit von Sonny Kittel und das Gespür von Simon Terodde belohnt, nachdem wir in der ersten Hälfte sehr viele Topchancen haben liegenlassen."

Im Fallen netzte der 32-Jährige den Ball aus fünf Metern ein, auf den späten Gegentreffer hatte der KSC keine Antwort mehr. Für Terodde war es bereits das 14. Tor im 13. Saisonspiel - und führt die Torjägertabelle der 2. Bundesliga damit wieder einmal mit Vorsprung an. Der Rekordtorjäger der Spielklasse (132 Tore) führt den HSV jedenfalls in die Aufstiegsränge zurück. Die kriselnden Wochen scheint der Klub vorerst überstanden zu haben, sodass Angstgegner Regensburg nach dem Jahreswechsel kommen kann.

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