96 unterliegt Werder im Pokal: "Vielleicht ein bisschen zu viel Respekt"

In der zweiten Pokalrunde hatte Hannover 96 dem Kontrahenten aus Bremen nichts entgegenzusetzen. Mit einer 0:3-Niederlage verabschiedeten sich die Niedersachsen aus dem Turnier, in dem der Gegner eine Lehrstunde in Effizienz zeigte. Innenverteidiger Timo Hübers haderte mit der Überlegung, ob der Klassenunterschied eine Rolle spielte.

Vorwurf an Abwehrverhalten

Werder Bremen nutzte einen Doppelschlag in der ersten Halbzeit aus, um dann nach 60 Spielminuten endgültig den Sack zuzumachen. Der Erstligist schlug den Zweitligist am Mittwochabend, sodass für Hannover 96 nach der zweiten DFB-Pokalrunde Schluss war. "Vielleicht hatten wir ein bisschen zu viel Respekt", bedachte Innenverteidiger Timo Hübers nach Abpfiff, immerhin war es das ungleiche Duell zwischen zwei Ligen. Trotzdem könne sich das Team aus Niedersachsen nicht vorwerfen, dass "wir nicht alles gegeben haben oder nicht voll motiviert ins Spiel gegangen sind".

Einen Vorwurf, so auch Hübers, könne es aber gegenüber dem eigenen Abwehrverhalten geben. "Die Gegentore, die wir bekommen haben, fallen viel zu einfach", hielt auch 96-Cheftrainer Kenan Kocak fest, dass sich Hannover zu leicht aus dem Wettbewerb kegeln ließ. Dabei hielt der Zweitligist eine ganze Zeit lang mit dem Favoriten mit, wie auch Kocak fand: "Bis zum 0:1 haben wir das Spiel neutralisieren können. Allerdings haben wir Probleme im eigenen Spiel gehabt und zu schnell, zu einfach die Bälle hergeschenkt." Aus diesen Fehlern resultierte letztlich auch die Niederlage.

"Sind sehr enttäuscht"

Dazu habe "der Zug zum Tor" seitens der Niedersachsen gefehlt, wie auch 96-Kapitän Dominik Kaiser betonte: "Dann stehst du am Ende da und hast verdient verloren." Für Hannover war es am Mittwochabend somit wieder einmal das frühe Pokal-Aus, zuletzt konnten die Roten vor vier Jahren ins Achtelfinale einziehen. Spätestens mit dem dritten Gegentreffer waren derlei Träume allerdings ausgeträumt: "Wir sind natürlich sehr enttäuscht darüber, dass wir die nächste Runde nicht erreicht haben."

Nach einer durchwachsenden Saisonhälfte geht es für die Hannoveraner am 3. Januar (13:30 Uhr) gegen den SV Sandhausen weiter. Mit 17 Punkten aus 13 Spielen befindet sich die Elf von Trainer Kenan Kocak derzeit im Mittelfeld der Liga, will aber die Spitzengruppe im kommenden Jahr wieder angreifen. Unlängst köcheln Gerüchte um Verpflichtungen von Mehmet Ekici, Vedad Ibisevic oder Serdar Dursun durch das Hannoveraner Umfeld. Nun stehen aber erst einmal die Weihnachtsfeiertage an.

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