St. Pauli "leider nicht auf Augenhöhe": Kiezkicker starten schlecht

In der kurzen Winterpause wollte der FC St. Pauli alle Kräfte mobilisieren, um mit Cheftrainer Timo Schultz die Wende im Abstiegskampf zu schaffen. Das erste Spiel im neuen Jahr endete jedoch wieder mit einer Niederlage für die Kiezkicker, wenngleich sie gegen ein Spitzenteam der Liga fiel. In den "entscheidenden Spielen" wollen die Hamburger zur Stelle sein - und lieferten gegen Fürth eine Kostprobe vom Möglichen.

Handelfmeter und Torwartfehler

Drei Minuten reichten der SpVgg Greuther Fürth am Sonntagnachmittag aus, um den FC St. Pauli in die Schranken zu weisen. Einen Handelfmeter und einen Torwartfehler nutzten die Kleeblätter aus, um den wichtigen Dreier für den Aufstiegskampf einzufahren. Im Tabellenkeller gingen die Hamburger dagegen zum siebten Mal in dieser Saison leer aus. Statt Euphorie nach dem Jahreswechsel zu entfachen, geht das Zittern beim FCSP weiter. "Wir haben gerade in der ersten Halbzeit überhaupt nicht zu unserer Leistung gefunden", sah Cheftrainer Timo Schultz einen zerfahrenen Start seiner Mannschaft, die er auf fünf Positionen veränderte.

Dabei startete auch Neuling Adam Dzwigwala, den St. Pauli bereits im Dezember verpflichtete und dessen Spielberechtigung demnach früher vorlag, als bei anderen Wintertransfers. Verhindern konnte der Pole die Niederlage aber auch nicht. "Zu wenig Zugriff auf das Spiel" und "keinen Druck auf den Ball" bemängelte Schultz bei seinem Team, was sich in der zweiten Hälfte phasenweise besserte. Trotzdem bedurfte es erst den Anschlusstreffer von Leon Flach in der Schlussphase, um ein richtiges Aufbäumen im Hamburger Spiel zu erkennen - und folglich boten sich den Fürthern Räume, die ihre Möglichkeiten aber nicht mehr nutzten.

"In entscheidenden Spielen abliefern"

"Die Gegentore bekommen wir nicht, weil wir ausgespielt werden. Beim ersten Tor läuft es blöd, das zweite Tor ist dann ein individueller Fehler", fasste Angreifer Maximilian Dittgen die positiven Dinge des Spiels zusammen. Darüberhinaus lieferte der FC St. Pauli im neuen Jahr allerdings eine weitere Bewerbung für die 3. Liga ab. Dass bei Spitzenteam Fürth aber nicht unbedingt ein Dreier zu erwarten war, machte Cheftrainer Schultz nach dem Spiel ebenso klar: "Für uns geht's darum, in den entscheidenden Spielen eine gute Leistung abzuliefern."

Gezeigt hat die Partie, dass St. Pauli "momentan leider nicht auf Augenhöhe" mit den Kleeblättern agieren kann. Für Marvin Knoll, der den Elfmeter zum Rückstand unglücklich per Handspiel einleitete, hat die Stunde vor dem wegweisenden Spiel am Mittwoch gegen die Würzburger Kickers jetzt geschlagen: "Wir sind richtig im Abstiegskampf drin und da heißt es, kühlen Kopf zu bewahren. Wir haben das erste Spiel verloren, dürfen uns nicht verrückt machen lassen." Das Vertrauen, aus dem Tabellenkeller herauszukommen, ist bei Akteuren und Verantwortlichen nämlich keineswegs erloschen.

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