"So ein Spiel darfst du nicht verlieren": Düsseldorfer Aufstiegstraum beendet?
Fortuna Düsseldorf will zurück in die Bundesliga, doch von diesem Vorhaben werden sich die Landeshauptstädter wohl nach der 2:3-Niederlage in Heidenheim verabschieden müssen. Zwei Mal glich die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Rösler an der Brenz einen Rückstand aus, um am Ende trotzdem mit leeren Händen nach Hause zu fahren. Der Ärger bei den Spielern war groß.
Mindestens sieben Punkte Rückstand
"Heidenheim ist die stärkste Heimmannschaft der Liga – die darf man nicht so einfach in die Partie kommen lassen", schimpfte Innenverteidiger André Hoffmann nach der 2:3-Niederlage an der Brenz, durch die der 1. FC Heidenheim seine Heimbilanz weiter ausbauen konnte. Auch die Statistik der Düsseldorfer setzte sich fort, denn auswärts sorgte die Fortuna zuletzt in Aue für Schrecken - und das war vor knapp sechs Wochen. Dennoch war in Heidenheim etwas drin für die Düsseldorfer, die immerhin zwei Rückstände ausgleichen konnten. Erst kurz vor Schluss gab es den dritten Nackenschlag.
"Wenn du auswärts zwei Tore erzielst, darfst du nicht als Verlierer vom Platz gehen, das ist ganz klar. Wir kassieren die Gegentreffer zu einfach", legte sich Marcel Sobottka fest, dass die Niederlage nicht nötig gewesen wäre. Doch die Düsseldorfer agierten in eigenen Aktionen "zu ungenau", wie der Mittelfeldspieler ebenso festhielt. Klar war für Sobottka: "So ein Spiel darfst du nicht verlieren, wenn du oben dabei sein willst." Und davon ist die Fortuna derzeit mindestens sieben Punkte enfernt, von einem direkten Aufstiegsplatz sogar neun Zähler. Der Zug für die direkte Rückkehr in die Bundesliga scheint abgefahren zu sein.
"In allen Statistiken überlegen"
Der unglückliche Auftritt in Heidenheim, das nun seinerseits an Düsseldorf in der Tabelle vorbeizog, prägte auch die Gefühlswelt von Cheftrainer Uwe Rösler. "Für uns ist es sehr bitter, dass wir uns nach einer aus meiner Sicht ordentlichen Leistung mit null Punkten aus Heidenheim verabschieden", kam der Coach ebenso zu dem Entschluss, dass zumindest ein Punktgewinn für die Düsseldorfer möglich gewesen wäre. Zumal die Gäste in der zweiten Halbzeit "das bessere Team und in allen Statistiken überlegen" war. Zwischen Abwehr und Angriff fehlte jedoch die Balance.
Gepaart mit den "leichten Fehlern" in der letzten Reihe musste Düsseldorf den Rückschlag hinnehmen, es war bereits die siebte Saison-Niederlage. Eine Woche nach dem wichtigen Sieg gegen Hannover tritt die Fortuna jetzt wieder auf der Stelle und kann scheinbar für ein neues Zweitliga-Jahr planen. Am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) muss Düsseldorf gegen Nürnberg wieder jeden Strohhalm ergreifen.