Fortuna gibt nicht auf: "Nicht zu sehr auf die Tabelle schauen"
Fortuna Düsseldorf gewann zuletzt das wichtige Spiel gegen Hannover, verlor dann aber in Heidenheim. Nun folgte der 3:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg und das hatte Cheftrainer Uwe Rösler vor allem den Personalentscheidungen zu verdanken. Innerhalb des Teams sorgten die sportlichen Leistungen der bisherigen Reservisten für Harmonie, nun stellt sich die Frage: Kann die Fortuna doch noch in den Aufstiegskampf eingreifen?
Rösler fordert Konstanz
Nach wechselhaften Ergebnissen in den letzten Wochen war ein möglicher Aufstieg von Fortuna Düsseldorf eigentlich schon vom Tisch. Doch nach dem 3:1-Sieg konnten die Rheinländer ihren Rückstand wieder auf vier Punkte verkürzen, weil die Konkurrenz patzte. Mittelfeldspieler Marcel Sobottka gab sich zuversichtlich: "Wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Wie die anderen spielen, können wir nicht beeinflussen." Und die eigenen Aufgaben erledigte Düsseldorf gegen Nürnberg mit Bravour - wenngleich nicht alles zufriedenstellen aussah.
Von unterschiedlichen Phasen innerhalb der Partie sprach Cheftrainer Uwe Rösler nach dem 3:1-Sieg: "Wir waren vor allem zu Beginn der Partie die bessere Mannschaft und haben es Nürnberg erst nach einer Viertelstunde erlaubt, ins Spiel zu kommen." Die Dominanz im Düsseldorfer Spiel stieg und fiel, aber gerade nach dem ersten Treffer wurden die Fortuna-Akteure deutlich passiver. Der Ausgleich fiel folgerichtig, aber Düsseldorf konnte noch einmal einen Gang hochschalten. Die Zufriedenheit war da, doch die Skepsis blieb auch beim Coach: "Wir müssen innerhalb eines Spiels konstanter werden."
"Auf Siegesstraße gebracht"
Denn mit größerer Konstanz - besonders im neuen Kalenderjahr - hätte Fortuna Düsseldorf wohl einen anderen Stand in der Liga. Die Partie gegen Nürnberg? Wieder einmal ein Schlüsselspiel. "Wir wussten um die Bedeutung des Spiels", betonte Innenverteidiger André Hoffmann nach der Begegnung. Dem wichtigen Sieg gegen Hannover folgte bekannermaßen eine Pleite in Heidenheim.: "Über die Niederlage in Heidenheim haben wir uns total geärgert. Das hat man in dieser Woche auch im Training gesehen." Hoffmann und seine Kollegen nahmen sich für die Partie am Sonntag viel vor und wurden belohnt. Vier Punkte sind es noch bis zum Aufstiegs-Relegationsrang, aber Hoffmann mahnte nach den letzten Wochen: "Wir dürfen jetzt nicht zu sehr auf die Tabelle schauen. Es geht nur um den nächsten Gegner."
Und um die Mitspieler. Am Sonntag sorgte vor allem Brandon Borello für lächelnde Gesichter. "Ich bin froh über meine Leistung heute, nachdem die ersten Monate – so ehrlich muss man sein – nicht so liefen, wie ich sie mir vorgestellt habe", erklärte der Australier, der als Joker in die Partie kam und seinen ersten Assist für die Düsseldorfer verbuchte. Auch die weiteren Kollegen von der Bank erhielten Sonderlob von Hoffmann: "Heute muss man vor allem den Jungs, die reingekommen sind, ein großes Kompliment machen. Sie haben uns auf die Siegerstraße gebracht." Besagter Straße muss Düsseldorf nun weiter folgen. Genügend Abzweigungen gab es bereits, wie die vergangenen Ergebnisse deutlich machten.