Entgegen DFL-Empfehlung: Karlsruhe lässt Gästefans eher zu

Der Karlsruher SC plant bereits am zweiten Spieltag mit Gästefans. Damit rückt der Verein von den Empfehlungen der DFL ab. Diese sieht die Zulassung der Auswärtsfahrer erst ab dem dritten Spieltag vor.

Entscheidung ist regelkonform

Auf der DFL-Mitgliederversammlung wurde am Mittwoch der Beschluss gefasst, ab dem dritten Spieltag der kommenden Saison wieder Gästefans in den Stadien zuzulassen. Zunächst wurde dafür ein Kontingent von fünf Prozent der Stadionkapazität vereinbart. Nun vermeldete der Karlsruher SC, von dieser Empfehlung abzurücken und bereits am zweiten Spieltag 500 Fans von Gegner Darmstadt 98 Zutritt in den "BBBank Wildpark" zu gewähren. Damit widersetzt sich der KSC als erster Zweitligist der DFL-Richtlinie, verstößt dabei aber gegen keine Regularien. Denn: Die DFL betonte ebenfalls, dass die finale Entscheidung über die Zulassung von Gästefans im Zuständigkeitsbereich der Vereine liegt. Sollten die lokalen Behörden also ihre Zustimmung erteilen, stehen diesem Sonderweg keine Hindernisse mehr gegenüber.

"Wichtiger Teil der Fankultur"

Die ursprüngliche Idee war, dass die Vereine den ersten Heimspieltag nutzen, um Erfahrungswerte für eine sich anschließende Rückkehr von Gästefans zu sammeln. Darauf verzichten die Badener. "Wir können es kaum erwarten, dass mit der Rückkehr von Fans und Gästefans in die Stadien bald hoffentlich der nächste Schritt in Richtung Normalität gegangen wird", erklärte KSC-Geschäftsführer Michael Becker. "Die Zulassung von Gästefans lag uns sehr am Herzen, denn auch diese sind ein wichtiger Teil der Fankultur." Gleichzeitig warte man ab, ob sich der Gegner am ersten Spieltag - Aufsteiger Hansa Rostock - zu einem ähnlichen Vorgehen entschließt und sich somit auch die Karlsruher Fans eher als geplant auf Auswärtsfahrten begeben können.

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