Hannover 96: Drei Kandidaten um Thioune ein Thema?
Der Mut von Hannover 96 auf dem Trainermarkt wurde nicht belohnt, sodass die Niedersachsen am Montag die Reißleine zogen. Seitdem wird ein Nachfolger für Jan Zimmermann gesucht. Drei Optionen einer langen Kandidatenliste sollen sich laut "transfermarkt.de" herauskristallisiert haben. Zwei weitere Kandidaten stehen nicht zur Verfügung.
HSV-Wiedersehen mit Thioune?
Martin Kind habe das Gefühl, dass "die Mannschaft in dieser Situation einen erfahrenen Trainer braucht". So kommunizierte es der 96-Geschäftsführer gegenüber dem "Sportbuzzer", der am Montag bereits von einer Kandidatenliste bei den Niedersachsen berichtete. Zwei Seiten füllten die Namen ursprünglich, doch mittlerweile soll es Favoriten geben. Bruno Labbadia oder Uwe Neuhaus, den sich viele Fans wünschen, werden es nicht werden - sie stehen einem neuen Bericht zufolge nicht zur Verfügung.
Eine ernsthafte Option sei dagegen Daniel Thioune. Der 47-Jährige führte den VfL Osnabrück vom Abstiegskampf der 3. Liga in die 2. Bundesliga, wo er anschließend den Klassenerhalt schaffte und beim Hamburger SV übernahm. Dort ereilte ihn das Schicksal vieler HSV-Trainer, als die Elbstädter kurz vor Saisonende den Aufstieg verpassten. Pikant wäre in diesem Fall, dass Hannover schon am kommenden Wochenende auf die Hamburger treffen wird (Sonntag, 13:30 Uhr). Bis zum Saisonende steht Thioune noch beim HSV unter Vertrag, doch bei einer schnellen Freigabe könnte er gegen den Ex-Klub schon sein 96-Debüt feiern.
Rösler und Kühbauer als Kandidaten
Ein weiterer Kandidat soll dem Vernehmen nach Uwe Rösler sein. Der 53-Jährige ist ein echter Trainer-Legionär, der schon Klubs in Norwegen, England und Schweden coachte. Im Januar 2020 übernahm er dann mit Fortuna Düsseldorf den ersten deutschen Profi-Klub, mit dem er zunächst den Bundesliga-Klassenerhalt um Haaresbreite verfehlte und anschließend den direkten Wiederaufstieg knapp verpasste. Seit der Trennung von Rösler im Sommer läuft es bei den Düsseldorfern in dieser Saison auch noch nicht rund. Rösler wäre ablösefrei und sofort verfügbar.
Als dritte Option wird Dietmar Kühbauer ins Spiel gebracht. Von 2000 bis 2002 lief der Österreicher als Spieler für den VfL Wolfsburg auf, ehe er in die Heimat wechselte und nach dem Karriereende ins Traineramt wechselte. Seitdem führte er den FC Admira Wacker Mödling in die österreichische Bundesliga, trainierte den Wolfsberger AC und SKN St. Pölten und erreichte zuletzt mit dem SK Rapid Wien die Europa League. Nach 141 Spielen wurde Kühbauer vor drei Wochen bei den Wienern freigestellt - und könnte nun den Schritt nach Hannover wagen.