"Sind weiter bei der Musik dabei": Lilien zum Nachlegen gefordert
Mit einem Last-Minute-Sieg in Dresden ist der SV Darmstadt 98 zurück in die Spur gekommen. Nun folgt ein Duell mit Aufstiegskonkurrent Heidenheim, in dem die Lilien ihr Ergebnis bestätigen müssen. Physisch rechnet Cheftrainer Torsten Lieberknecht mit dem stärksten Gegner der Liga - doch das Tempo könne auch der SVD mitgehen.
"Das starke Brett, das du bohren musst"
Fünf Punkte liegt der 1. FC Heidenheim derzeit hinter Darmstadt, ein Sieg am Böllenfalltor für die Gäste würde das Aufstiegsrennen wieder enger denn je gestalten. Aus Sicht der Lilien gilt es, genau das zu verhindern. Doch das wird nicht leicht, wie Cheftrainer Torsten Lieberknecht warnte. "Heidenheim ist das starke Brett, das du bohren musst", lobte der 48-Jährige den kommenden Gegner - und zählte weitere Stärken auf: "Wir wissen, dass die Heidenheimer im Luftzweikampf die beste Mannschaft der zweiten Liga sind. Zudem sind sie die laufstärkste Mannschaft der Liga und legen pro Spiel über 120 Kilometer zurück."
Gegen die enorme physische Leistung der Heidenheimer müsse Darmstadt gegenhalten. Torsten Lieberknecht war sich sicher: "Ihr Tempo können wir aber auch über die Distanz mitgehen." Denn die Lilien gelten nicht minder als willensstarkes Team, das sich von manchem Rückschlag erholt hat. So zuletzt auch in Dresden, nachdem zuvor drei Spiele ohne Sieg blieben. Der Auftritt bei den abstiegsbedrohten Sachsen war zwar auf Augenhöhe, zeigte aber vor allem eines auf: Darmstadt ging bis zum Schluss und wurde für die Konsequenz belohnt. "Wir sind weiter bei der Musik dabei und wollen uns nicht abschütteln lassen", so Lieberknecht.
Fragezeichen hinter Tietz und P. Pfeiffer
Nach der 0:5-Pleite gegen den Hamburger SV und die darauffolgenden Unentschieden gegen Hannover und Rostock war der letzte Sieg möglicherweise richtungsweisend für die restliche Saison. "Für uns war es enorm wichtig, nach dem HSV-Spiel wichtige Punkte einzufahren", bekräftigte auch Lieberknecht. "Wenn man sieht, wie Hannover aktuell drauf ist, ist das 2:2 dort umso mehr wert. Der Dreier in Dresden sowie die Punkte davor haben uns extrem weitergebracht." Genauer gesagt auf den zweiten Rang, der Abstand zu Heidenheim soll möglichst nicht schmelzen.
"Sie sind aktuell in einer Lauerstellung, in die oberen Plätze hineinzuschlüpfen. Wir unterschätzen Heidenheim daher überhaupt nicht", warnte der SVD-Coach davor, dass der Verfolger jede Chance nutzen wird. Umso wichtiger wird in der heimischen Spielstätte, dass die Lilien ihre Fans mit ins Boot holen. "Das Wetter ist geil. Der Gegner ist geil. Und wir sind es auch. Ich hoffe, dass uns die Fans auch in schwierigen Momenten genau die Unterstützung geben, sodass wir als Sieger vom Platz gehen können", freute sich Lieberknecht auf einen vorsommerlichen Auftritt. Neben Klaus Gjasula (Gelbsperre) muss der Coach möglicherweise auf Phillip Tietz (Schulterprobleme) und Patric Pfeiffer (muskuläre Probleme am Oberschenkel), bei denen kleine Fragezeichen bestehen. Zurück im Training waren dagegen Tobias Kempe und Lasse Sobiech.