Schlussphase wieder spannend? SVD-Coach: "Konditionell auf Top-Level"
Der SV Darmstadt 98 kämpft bis zur letzten Minute, das haben die zurückliegenden Erfolge eindrucksvoll bewiesen. Im Spiel gegen den SV Sandhausen (Freitag, 18:30 Uhr) würden die Lilien aber sicherlich gerne mal wieder vorweggehen, um auch das Stadion vollends mitzureißen. Die Mentalität dafür habe der SVD, so ihr Cheftrainer - und die Kondition sowieso.
Lilien gegen "neuen Geist"
Vier Tore innerhalb der Schlussviertelstunde ergaben für die Darmstädter zuletzt sechs Punkte. Mit dieser Bilanz haben sich die Lilien von einer kurzen Schwächephase erholt und die Position im Spitzentrio gestärkt. Spiele vom SVD leben dabei offensichtlich nicht nur von der fußballerischen Klasse, sondern auch von der Spannung. Im Heimspiel gegen Sandhausen könnte sich der Eindruck fortsetzen. Der Abstiegskandidat aus Sandhausen hat zuletzt sechs Spiele in Folge nicht mehr verloren, zählt zu den formstärksten Teams der Liga.
"Wir spielen gegen einen Gegner, den wir als Mannschaft nicht mit Übermut sondern mit viel Respekt angehen", kündigte SVD-Coach Torsten Lieberknecht bezüglich der anstehenden Herausforderung an. "In solchen Spielen spielt die Mentalität eine große Rolle. Ich bin zuversichtlich, dass wir erneut unsere beste Leistung zeigen werden." Die große Stärke des SVS beruht unter anderem auch darauf, dass sie durch zahlreiche Winter-Transfers einen "neuen Geist geschaffen" haben, wie Lieberknecht fand. Die Anforderungen an die Lilien liegen auf der Hand: "Der SVS hat eine kompakte Mannschaft, die unkomplizierten Fußball spielt und sich damit ihre Sicherheit holt."
Startelf, Joker und Fans sind wichtig
Nach aktuellem Stand muss der Darmstädter Fußballlehrer auf keinen Spieler verzichten. Ob das hilft, um eine enge Kiste zu vermeiden? Sorgen machte sich Lieberknecht nicht. "Wir sind konditionell auf einem Top-Level", verspricht der 48-Jährige, dass Darmstadt wieder bis in die Nachspielzeit hinein kämpfen kann. Ein weiterer Faktor waren zuletzt die Fans am Böllenfalltor, das wollte der Übungsleiter nicht missen: "Zudem kommt auch dank der Zuschauer unsere Offensivwucht wieder in Schwung, was große Sorgen beim Gegner auslösen kann."
Dementsprechend will Lieberknecht das Feuer mit seiner Mannschaft entfachen, um die Kulisse hinter sich zu haben. "Wir wollen erneut das Gefühl entwickeln, dass uns gegen Heidenheim getragen hat. Wir wollen eine Leistung zeigen, dank der das Stadion sofort merkt: Hier will eine Mannschaft unbedingt gewinnen und das sind die Lilien", forderte der 48-Jährige von seinem Team. Und zur Not könne Lieberknecht immer noch von der Bank reagieren, wenn es doch wieder auf spannende Schlussminuten hinausläuft. "Die Anfangself ist wichtig, ja. Aber wir sind in der Lage, auf verschiedene Situationen zu reagieren. Alle Einwechselspieler sind auf Betriebstemperatur, wenn sie reinkommen. Das ist eine Stärke der Mannschaft", so der SVD-Coach.